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07. 10. 2009
Grundfragen der Physik,
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Wittenberg
PZA-Konzept

Physik zum Anfassen in der Lutherstadt Wittenberg
Vorstellungen über einen "Physik-zum-Anfassen-Raum"

Anfang Mai 2009 hatte ich Gelegenheit, einem der Initiatoren bzw. Mitgliedern des Campus Wittenberg, Herrn Dr. Peer Pasternack vom HoF (Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sitz in Wittenberg)  meine Projektidee ausführlich vorzustellen. Er bot mir an, über den Campus zu prüfen, ob eine finanzielle Förderung möglich sei, und bat  mich um eine entsprechende Kostenschätzung.

Diese stelle ich hier vor:
  1.  Das geplante Projekt
  2.  Die Vorstellungen über die Einrichtung und Nutzung des Raumes
  3.  Einrichtung und Material mit Kostenabschätzung
  Anlage: Raumskizze (Prinzipskizze)

Leider fand sich dann doch kein Weg, diesen Raum zu finanzieren.

Sollte jemand die Idee gut finden und Interesse haben, die Finanzierung privat zu übernehmen, bin ich nach wie vor bereit, einen solchen Raum mit Leben zu erfüllen. Leerstehende Räumlichkeiten in der Innenstadt von Wittenberg, die dafür geeignet wären, gibt es genügend.
1. Das geplante Projekt
 

Die Idee „Physik zum Anfassen – Physik zum Spielen – Physik zum Selbermachen“ war als rein praktisches Projekt angedacht. Mit der Übernahme durch den Träger „Theaterjugendclub Chamäleon“ (TJC) im Rahmen des Projektes „Mehrgenerationenhaus / juniorCAMPUS“ (der Idee einer „Kinder-Akademie“) verbunden war außerdem die Durchführung von Veranstaltungen in Anlehnung an den Universitätsbetrieb, in denen zusätzliches theoretisches Wissen vermittelt werden sollte.
Diese Veranstaltungen wurden seit Januar 2009 monatlich durchgeführt.

 
Im Rahmen der Realisierung des Projektes  „Mehrgenerationenhaus“ wurde von der Möglichkeit ausgegangen, in diesem Haus einen Raum zum Spielen und  Experimentieren  mit physikalischen Basisphänomenen einzurichten. Zur Zeit stehen dafür jedoch keine finanzielle Mittel und auch noch kein Raum zur Verfügung. Für die Veranstaltungen im Rahmen des „juniorCAMPUS“ konnten kleinere Summen für Anschauungsmaterial bereit gestellt werden. Das meiste verwendete Material kam aus Privatbesitz. Gerätschaften zum Spielen und Experimentieren konnten in diesem Rahmen bisher nicht in dem erforderlichen Umfang finanziert werden. Dieses beschränkte Angebot entspricht  nicht den Erwartungen der Kinder und der Eltern an eine „Physik zum Anfassen“, die ansonsten die Idee des Projektes sehr begrüßen.

In den jetzigen Räumen des Theaterjugendclubs (Collegienstr. 1 – 2) gibt es weder die Möglichkeit  einer Lagerung von Materialien noch der Durchführung von praktischen Veranstaltungen. Die Veranstaltungen „Physik zum Anfassen“ innerhalb  des „juniorCAMPUS“ in diesen Räumen müssen raumtechnisch aufwendig  vor- und nachbereitet werden.
 
Da sich das Projekt „Mehrgenerationenhaus“ (MGH) zur Zeit noch in der Planungs- bzw. Vorbereitungsphase   befindet, andererseits die  „Physik zum Anfassen“ inzwischen dringend eine räumlich-gegenständliche Basis für ihre weitere Entwicklung benötigt, wäre als Übergangslösung  für ca. 1 Jahr (bis abzusehen ist, wie es mit dem Mehrgenerationenhaus weitergeht)  ein öffentlicher  Raum – möglichst in der Innenstadt – erforderlich, in dem auch umfangreichere Spiel- und Experimentiermöglichkeiten  über mehrere Tage in der Woche angeboten werden können.
Mit der praktischen Umsetzung des MGH-Projekts wäre ein Umzug dieser Ausstattung in das  MGH-Gebäude    problemlos möglich.
Für eine Basisausstattung des Raumes stehen in der jetzigen Phase dem Projekt keine Mittel zur Verfügung. Die Kostenübernahme durch den Theaterjugendclub  für z. B. die Mietkosten ist „angedacht“.
Hiermit bitte ich den  „CAMPUS Wittenberg“ um eine Prüfung, ob eine Möglichkeit der finanziellen Beteiligung zum Erwerb der  Basisausstattung dieses Raumes  gegeben ist. Dafür dient diese erste  Kostenabschätzung.
2. Die Vorstellungen über Einrichtung und Nutzund des Raumes
  Dieser Raum soll als öffentlich zugänglicher Raum an mehreren Tagen in der Woche Kindern kostenlos zur Verfügung stehen.  Die jetzige Vorstellung ist, den Raum dienstags bis freitags von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 16 Jahren  zur freien Beschäftigung anzubieten.
Angeboten werden soll physikalisches Spielzeug und thematisches Experimentieren. Angedacht ist z. B. ein „Mädchentag“ in der Woche, an dem nur Mädchen den Raum nutzen.
Auch für die Durchführung von Veranstaltungen des „juniorCAMPUS“ (alle Themenbereiche, i. a. an Samstagen) wäre dieser Raum gegenwärtig ideal geeignet.
Sollte Interesse bestehen, wäre auch eine Nutzung für z. B.  Abend-Veranstaltungen für Erwachsene möglich.

Es sind vorerst vier Bereiche vorgesehen, die in einem  oder zwei Räumen eines anzumietenden Objektes gestaltet werden können.  Das folgende sind Wunschvorstellungen. Auch eine teilweise Realisierung wäre schon ein großer Schritt nach vorn.  
  1. Bürobereich
2. Lese- und Gesprächsbereich
3. Spielbereich
4. Experimentierbereich
5.  sonstige technische Voraussetzungen
  1. Bürobereich
Anforderungen an die Ausstattung: 
- Lagerung von Anschauungsmaterialien unter Verschluß, die nur unter Aufsicht bzw.  mit Anleitung verwendet werden können
- Arbeitsplatz für diverse Büro- und Vorbereitungsarbeiten
- Computer / Internetzugang, Drucker, Scanner, eventuell Beamer, Telefon usw.
 
2. Lese- und Gesprächsbereich
Für die Verknüpfung praktischen und theoretischen Wissens ist eine kleine Bibliothek geplant (bereits im Aufbau, ca. 30 Bücher sind vorhanden), in der  neben Kinderbüchern zur Physik, Wissenschaft und Technik sowie wissenschaftlichen Zeitschriften  auch  Bücher zur Geschichte von  Wissenschaft und Technik  angeboten werden können.

In diesem Bereich sollte neben einem bis zwei  Leseplätzen auch eine Sitzgruppe für Gesprächskreise  in kleinerer Runde  (Veranstaltungen oder die Kinder und Jugendlichen unter sich) vorhanden sein. Ein textiler Fußbodenbelag  wäre in diesem Bereich günstig (siehe auch Prinzip-Skizze in der Anlage).
 
3. Spielbereich
Dieser Bereich wird die größte Fläche des Raumes beanspruchen. Er benötigt neben öffentlich zugänglichen Regalen, Schränken und Truhen für die Ablage des Physik-Spielzeuges sowohl einen Tisch-Spielberich  als auch einen größeren Fußboden-Spielbereich, auf dem das Spielen  mit  statischen und dynamischen  Objekten möglich ist (Bausteine, Fahrzeuge, Krane, Kugelspiele, Kreisel, ...). Der Tischbereich kann mit textilem Bodenbelag ausgelegt sein, der Bodenspielbereich wäre  günstig als Laminat.
 
4. Experimentierbereich
Hier wird eine größere Arbeitsfläche benötig, die robust gegen Wasser, Öl, mechanische  und elektrische Arbeiten  ist.  Für die benötigten Gerätschaften (Meßgeräte, Werkzeuge, Experimentiergerätschaften, Hilfsmaterialien) wird ein verschließbarer Schrank benötigt. Elektroanschluß  ist zwingend erforderlich,  ein Wasseranschluß  in diesem Bereich wäre vorteilhaft.
Diese Arbeitsfläche ist auch für Versammlungen, Seminare, Vorträge und ähnliche Veranstaltungen nutzbar.
5. sonstige technische Voraussetzungen
Neben ausreichender  und variabler Beleuchtung  in allen vier Bereichen werden Toilette(n) und die Voraussetzung für die Einrichtung einer  kleinen Kochnische  und evtl. ein kleiner Abstellraum für Reinigungsgeräte usw. benötigt. Die Räume müssen ausreichend gegen unbefugtes Betreten gesichert sein.
3. Einrichtung und Material mit Kostenabschätzung
  Bei den folgenden Angaben handelt es sich um Schätzungen aufgrund bekannter bzw. im Internet recherchierter Preise. Exakte Kostenvoranschläge können jederzeit nachgereicht werden (Preise in Euro). Natürlich handelt es sich bei den „bis“-Preisen um erste Angaben, die bei den Büchern, Spiel- und Experimenterimaterialien „nach oben offen“ sind.
1. Bürobereich
 
Preis von -  bis (einmal)
von  - bis (monatlich)
Schreibtisch
100 - 200
 
Stuhl
50 - 100
 
Regal
100 - 200
 
Schrank, verschließbar
150 - 300
 
Festnetztelefon
50 - 100
 
Büromaterialien
50
10 - 20
Telefonanschluß
0 - 100
20 - 35
Fluter
50 - 150
 
Computer, Drucker, Scanner, evtl. Beamter
0 - 2000
 
Flipchart, evtl. vorhanden
0 - 60
 
gesamt:
500 - 3260
30 - 55
2. Lese- und Gesprächsbereich
 
Preise von -  bis (einmal)
von - bis (monatlich)
Schüler-Schreibtisch(e)
80 - 150
 
2 Stühle
50 - 100
 
Bücherregale
100 - 150
 
Sitzecke, Polstermöbel
300 -500
 
kleiner Tisch
75 -150
 
Bücher (Ankauf kann in Etappen erfolgen)
0 - 300
0 - 50
Zeitschriften – Abos wie „Bild der Wissenschaft“, „spectrum“, evtl.
Nachkauf des letzten Jahrgangs
0  - ca.  200
30
(die genannten: rund 170 Euro Jahresabo)
2 Tischleuchten
20 - 50
 
gesamt
625 - 1700
             0 - 80
3. Spielbereich
 
Preis von – bis (einmalig)
von – bis (monatlich)
notwendig am Anfang:
 
 
2 Spieltische  ca 80 x 80 cm2
150 - 300
 
6 – 8 Stühle
200 - 400
 
Regale
200 - 400
 
Schrank
200 - 300
 
Truhe
50 - 150
 
Spielzeuge
500 - 1000
 
 
 
 
nach und nach aufstocken mit:
 
 
Spielzeug
 
0 - 100
 
 
 
gesamt
1300 - 2550
0 - 100
4. Experimentier-Bereich
 
Preis von - bis (einmal)
von - bis (monatlich)
notwendig am Anfang:
 
 
Experimentiertisch
200 - 400
 
8 – 10 Stühle
200 - 500
 
diverse Technik (z. B. Meßgeräte, optische und elektrische Geräte, Stative, Werkzeuge, Hilfsmittel)
1000 - 3000
 
Leuchten (Decken- und Tischleuchten)
100 - 200
 
 
 
 
nach und nach aufstocken mit:
 
 
diverser Technik
 
0 - 100
gesamt
1500 - 4100
0 - 100
5. sonstige technische Voraussetzungen Die Raumgröße sollte ca. 30 bis 40 m2 betragen (siehe Anlage). Optimal wäre ein Ladengeschäft mit großen Schaufenstern  neben der Eingangstür.

 
Preis von - bis (einmal)
von - bis (monatlich)
Auslegware für Büro-, Lese- und sitzenden Spielbereich (ca. die Hälfte des Raumes)
150 - 250
 
techn. Hilfsmittel (Reinigungsgeräte, Staubsauger, Wasserkocher, Papierkorb u. ä.)
100 -150
 
Miete, Betriebskosten
 
1000 - 1500
„Werbungskosten“ (Öffentlichkeitsarbeit, Wandgestaltung, ...)
 
0 - 50
gesamt:
250 - 400
1000 - 1550
6. Zusammen-fassung der Einzelbereiche
 
Preis von -  bis (einmalig)
bis (monatlich)
Büro
500 - 3260
30 - 55
Lese- und Gesprächsbereich
625 - 1700
0 – 80
Spielbereich
1300 - 2550
0 - 100
Experimentierbereich
1500 - 4100
0 - 100
sonstige techn. Voraussetzungen
250 - 400
1000  - 1500
Gesamt
4125 - 12000
1000 - 1900

Wie aus der Zusammenfassung ersichtlich, ist die Gestaltung des Raumes bereits für ca. 5000 Euro mit einfachsten  Mitteln  möglich. Die monatlichen  Hauptkosten ergeben sich aus der  sehr grob geschätzten Miete für ein geeignetes Objekt in der Innenstadt.

Auch eine Umverteilung  der Ausgaben in der Form, daß nach einer anfänglichen einfachsten Basisausstattung dann eine größere Summe als die bisher veranschlagten ca. 400 Euro  für den monatlichen Zukauf für den Lese-, Spiel- und Experimentierbereich zur Verfügung stehen, ist möglich.
Anlage: Raumskizze (Prinzipskizze)
 
Der wesentliche Vorteil eines solchen, relativ großen Raumes ist, daß alle Bereiche flexibel gegeneinander verschoben werden können, je nach Teilnehmerzahl.
Da meine Handskizze ziemlich häßlich ausgefallen ist, bitte ich um Verständnis, wenn ich vorerst nur den möbellosen Grundriß vorstelle - siehe pdf-Datei (neues Fenster):
Vielleicht können Sie nach der Beschreibung sich so ungefähr vorstellen, wie dieser Raum aussehen könnte.
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