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04. 11. 2009
Grundfragen der Physik,
neu gestellt und beantwortet von einer Frau
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Wiss.-Theorie
 

Wissenschaftstheorie
Eine Analyse der heutigen Wissenschaft aus weiblicher Sicht

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie ... 
                   Johann Wolfgang von Goethe (bzw. sein Teufel Mephistopheles im "Faust")
Gewisse Krisenerscheinungen heutiger Wissenschaft sind unübersehbar. Eine neue Wissenschaftsfeindlichkeit,   wachsende Angst  vieler Menschen vor  der hemmungslosen Umsetzung wissenschaftlicher und technischer Möglichkeiten und  zunehmende Hinwendung  zum Irrationalismus sind einige dieser Symptome.

Wie es aussieht, befindet sich die Wissenschaft an einem kritischen Punkt ihrer Entwicklung. Vielleicht kann eine Analyse der Ursachen und Hintergründe und das Aufzeigen eines neuen Wissenschaftsideals aus wissenschaftsliebender weiblicher Sicht  helfen, diese Krise zu überwinden.

So setze ich der alten männlichen, macht- und rechthaberischen Parole des "Wissen ist Macht" eine weibliche, machtfreie Alternative, einen neuen Anspruch an die Wissenschaft entgegen: "Wissen ist Beziehung".  (Macht ist nur eine Beziehungsform von vielen.) Mit dieser Erweiterung des Wissen(schaft)s-Ideals eröffnet sich die Möglichkeit hin zu einer auch für Frauen leichter zugänglichen "heiteren Wissenschaft".

Auf erkenntnistheoretischer Ebene stellt sich die Frage für  mich so, daß ich weniger nach den Inhalten wissenschaftlicher Erkenntnisse frage, als nach den Methoden, mit deren Hilfe diese Erkenntnisse zustande gekommen sind.

Bitte haben Sie Verständnis, wenn auf dieser und den Folgeseiten erst Anfänge dieses Planes realisiert sind. Die Arbeit daran wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen, doch ich hoffe, bereits jetzt interessante Gedanken zur Diskussion stellen zu können.
Zu den Themen im einzelnen:
Geschichte
Eine Analyse der Wissenschaftsgeschichte aus weiblicher Sicht  mit dem Schwerpunkt: Wieso gibt es in einer  objektiven Wissenschaft Machtkämpfe?  
Das WIE dieses Weges der Wissenschaft zu den heutigen Erkenntnissen  und Lehrmeinungen werden in diesem Thema  analysiert. Neben der Geschichte der Erkenntnisinhalte suche ich in der Vergangenheit der Wissenschaft nach Hintergründen für bestimmte Entwicklungen.
Eines fällt auf an bisheriger Wissenschaftsgeschichte: sie liest sich stellenweise wie eine Kriegsberichterstattung. Die Wissenschaft erweist sich oft als Schlachtfeld, auf dem um die Durchsetzung unterschiedlichste Interessen und Machtansprüche  gekämpft wird. Das verträgt sich nicht mit ihrem Objektivitätsanspruch.
Aktuell hat sich im Frühjahr 2009 ergeben, daß dieses Thema erweitert werden muß um Fakten aus z. B. dem Wechselspiel zwischen Wissenschaft und Politik.
Krise
Eine Analyse des gegenwärtigen Zustandes der Wissenschaft, speziell der Physik - Krise bedeutet "Gefahr und Chance":  
Zwei Begriffe spannen den Rahmen dieser Krise der Wissenschaft: Wissenschaftsgläubigkeit bzw. -hörigkeit auf der einen Seite und Wissenschaftsfeindlichkeit auf der anderen. Irgendwo zwischen diesen beiden Polen liegt noch der Mißbrauch der Wissenschaft für wissenschafts- und menschenfeindliche Interessen.
Analysiert man den gegenwärtigen Zustand der Wissenschaft aus dem Blickwinkel ihrer möglichen Entwicklungslinien, sieht man, daß sich insbesondere die Physik - mögen es die Physiker nun bereits erkennen oder nicht, mögen sie es wahrhaben wollen oder nicht - in einer einmaligen historischen Krise befindet. Eine Krise bietet "Gefahr und Chance"  - die Gedahr der Zerstörung der Wissenschaft und die Chance zu ihrer Weiterentwicklung.
Kritik
Über Kritiken und Kritiker der Wissenschaft
In diesem Abschnitt  werde ich einige Kritiker und Kritiken heutiger Wissenschaft und Physik vorstellen. Insbesondere werde ich mich mit dem Scheitern der feministischen Wissenschaftskritik befassen.  Ein Unterkapitel widmet sich der "Einstein-Kritik": wie der Satz "Hoffentlich habe ich Sie nun endgültig davon abgehalten, Einstein widerlegen zu wollen." meine Sicht auf heutige Wissenschaft(ler) veränderte.
(Thema in Vorbereitung)
Erkenntnis-Th.
Erkenntnistheoretische Betrachtungen über die Denkmethoden   (Plural!) in der Wissenschaft
z. B. geht es um die Frage:
Welche Themen und welche Erkenntnismöglichkeiten werden von Männern (in der Wissenschaft) bevorzugt bzw. vernachlässigt
Meine Erkenntnis ist, daß in der Physik eine einseitige Denkmethode angewandt wird, die die Erkenntnismöglichkeit der Physik wesentlich einschränkt. Die andere Denkmethode ist kaum bekannt bzw. wird abgewertet. Es gilt, beide Denkmethoden zu kennen und zu sehen, wie sie auf den Inhalt physikalischer Erkenntnis Einfluß haben.
Andererseits sind Mathematik und Physik nur Teile in einem viel komplexeren Erkenntnisprozeß. Den Zusammenhängen und  Grenzübergängen zu diesen anderen Bereichen werde ich ebenfalls in diesem Thema nachgehen.
 
Ein Ergebnis meiner Erkenntnisse auf der Physikerinnentagung 2007 in Osnabrück sind die folgenden beiden - noch im Aufbau befindlichen -  Themen:
weibl. Philosophie
"Weibliche Philosophie"  meint analog der "weiblichen" Physik, daß hier Grundfragen der Philosophie, die  mit der Physik zusammenhängen, aus weiblicher Sicht betrachtet werden sollen.
In erster Linie geht es um philosophische Hinterfragung von in der Physik verwendeten Begriffen, aber auch ein "typisch weibliches" Wissenschaftsverständnis wird vorgestellt.
Kunst+Wissensch.
Kunst und Wissenschaft - so las ich einmal - werden als die "beiden Pole der Erkenntnis"   angesehen. Was es damit auf sich hat, will ich in diesem  seit November 2009 neuem und im Aufbau befindlichen Thema herausfinden.
Lehren + lernen
Kann man Physik auch anders, "weiblicher" lehren?
In diesem Thema will ich interessante Erscheinungen und Probleme bei der Vermittlung physikalischen Wissens vorstellen. Natürlich steht im Vordergrund die Frage nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen. Auch meine Erfahrungen beim Studium der Physik und beim Nachhilfeunterricht für Physik, den ich auf verschiedenen schulischen Ebenen gab, werde ich hier vorstellen.
Zukunft Welche Chancen in der oben erwähnten Krise für Zukunft der Physik und der Wissenschaft insgesamt liegen, will ich aufspüren.
Dieses im Mai 2009 ergänzte Thema beinhaltet zur Zeit einen Artikel-Entwurf für die Zeitschrift "Koryphäe" zum Thema:
Die Einheit der Wissenschaft(en)   - eine Frauenarbeit?
Eine"weibliche" Physik  / Wissenschaftstheorie