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07. 10. 2009
Grundfragen der Physik,
neu gestellt und beantwortet von einer Frau
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Struktur Atommodell Mathematik
Zukunft
 
Die Zukunft der Wissenschaft und der Physik
aus Sicht einer Frau

                      "Wissen ist Macht!" - oder   "Wissen ist Beziehung" ?

Diese Gegenüberstellung (siehe weibl. Wiss.) ist auch Ausgangspunkt dieser Seite, auf der nach möglichen Perspektiven heutiger Wissenschaftsentwicklung gefragt werden soll.

Meine Grundidee einer "heiteren Wissenschaft" wird im Zentrum dieser Zukunftsfrage stehen.

Ein erstes Diskussionsangebot ist dieser Artikelentwurf, der die Frage nach der Verantwortung der Frauen für die Weiterentwicklung der Wissenschaften unter dem Aspekt der "Einheit von Natur- und Geisteswissenschaft" beleuchtet:
Die Einheit von Natur- und Geisteswissenschaft - ein Artikelentwurf für die Zeitschrift "Koryphäe" vom Frühjahr 2009
Die Einheit von Natur- und Geisteswissenschaft - ein Artikelentwurf für die Zeitschrift "Koryphäe" vom Frühjahr 2009
 
Folgenden Text hatte ich im Februar 2009 an die Zeitschrift "Koryphäe" geschickt.  er wurde in der Mai-Ausgabe 2009  unverändert veröffentlicht. Eine hübsche Karikatur über eine "Fachidiotin" war ergänzt.
 
 

Die Einheit der Wissenschaft(en)   - eine Frauenarbeit?

 
Science and humanities
Scienece and humanities - im englischen Sprachraum ist die Trennung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften noch stärker betont als im deutschsprachigen Raum, in dem der  gemeinsame  Oberbegriff „Wissenschaft” zumindest einen Zusammenhang beider Bereiche erkennen läßt.
 
„divide et impera”?

Die Teilung der Wissenschaft in Natur- und Geisteswissenschaften 

Unter den vielen möglichen Zuordnungen  der Einzelwissenschaften in verschiedene  Gruppen  bzw. Systeme ist immer wieder diese „Grundeinteilung” in Natur- und Geisteswissenschaften zu beobachten. Deren Geschichte und Ursachen aufzuschreiben, würde ein ganzes Buch füllen und sprengt den Rahmen dieses kleinen Textes. Hinter diesem vordergründigen Teilungsprinzip ist die Einheit der Wissenschaft(en) weit aus dem Blickfeld von Wissenschaft und Öffentlichkeit geraten.

Angesichts der gegenwärtigen Probleme der „Frauen in Naturwissenschaft und Technik”  - egal, ob es die Stagnation des Vereins NuT e. V. und der FiNuT-Kongreß-Bewegung oder die offene Frage einer Weiterführung der  Zeitschrift   „Koryphäe” betrifft - möchte ich diese Frage in den Raum stellen:

Ist diese Trennung der Naturwissenschaftlerinnen und Technikerinnen von den Geisteswissenschaftlerinnen  noch zeitgemäß oder ist jetzt die Zeit gekommen, Frauen aus allen Wissenschaftsbereichen eine Plattform für gemeinsame Aktivitäten und Aktionen zu geben und warum sollte das geschehen?

 
(Gliederung des Artikel-Entwurfs)

1. Ein etwas anderer  Ein-„Teilungs”-Versuch der Wissenschaft(en)
2. Zur Geschichte der Einheit der Wissenschaft
3. Das Bildungsideal des allseitig gebildeten Menschen und der moderne „Fachidiot“
4. Heutige Gefahren aus einer zersplitterten Wissenschaft
5. Wissenschaft und Frauen

 
1. Ein etwas anderer  Ein-„Teilungs”-Versuch der Wissenschaft(en)
Vermutlich werden einige  Leserinnen nicht einverstanden sein, wenn ich Mathematik zu den „Geisteswissenschaften” rechne. Ich bitte Sie (Euch), mir die Möglichkeit zu geben, das zu begründen:

Sicher sind wir uns einig in der Beschreibung der Wissenschaft als einer Erkenntnismethode*, die auf der Basis des rationalen Denkens, der Verallgemeinerung von Beobachtungen und Erkenntnissen, der Theoriebildung und der strikten Forderung nach Objektivität der Erkenntnisinhalte Wissen zusammenstellt.

Die Objekte dieses Erkenntnisstrebens geben im wesentlichen drei (nicht zwei!) Gruppen vor:
1. die Natur, wie sie auch „unabhängig vom Menschen”, unabhängig vom Handeln des Menschen,  existiert, ist das Objekt der „reinen Naturwissenschaften”:
Physik, Chemie, Biologie, Astronomie, Meteorologie, Geologie.
Die Biologie des Menschen gehört hierzu, da sie ebenfalls „vorgegeben” ist, sie  bietet jedoch schon einen ersten Ansatz für Überschneidungen mit dem zweiten Bereich.

2. alle Erscheinungen, die durch das Handeln des Menschen als Individuum und als soziales Subjekt hervorgerufen werden, d. h. die Wissenschaften, die die menschliche Gesellschaft betreffen:
Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaften, Rechtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Technikwissenschaften u. a.

3. alle physisch-psychologisch-geistigen Prozesse des menschlichen Individuums:
Medizin, Psychologie, Erkenntnistheorie, Religionswissenschaften, Kunstwissenschaft u. a.

Allgemein gesagt, erforscht Wissenschaft die drei Bereiche Natur, Gesellschaft und menschliches Denken, leitet die allgemeinsten Gesetze in diesen drei Bereichen ab und gibt dem Menschen dadurch das „Werkzeug”, in allen diesen Bereichen seine Pläne in die Tat umsetzen zu können (in männlicher Diktion: diese Bereiche zu „beherrschen”).

Nun gibt es jedoch einige Wissenschaftsdisziplinen, die sich nicht so einfach in diese drei Gruppen einordnen lassen. Das betrifft neben der oben bereits erwähnten Mathematik auch die Systemtheorie (bzw.  Kybernetik) und Teilbereiche der Erkenntnistheorie. Es ist zu prüfen, ob auch die Harmonielehre hierzu gehört und ggf. weitere Wissenschaftsbereiche.

Ich will mich im folgenden nur auf die Sonder-Stellung von Mathematik und Systemtheorie beziehen:

Mathematik ist die allgemeinste denkbare Darstellung aller (!) quantitativer Eigenschaften, Verhältnisse und  Prozesse - und nun kommt das eigenartige - die es  in allen drei oben genannten Bereichen der Wissenschaft gibt. Da sie von allen konkreten Eigenschaften und Bedingungen abstrahiert, kann eine mathematische Erkenntnis, die in  einem Wissenschaftsbereich gewonnen und mathematisch dargestellt wurde, in vielen anderen Wissenschaftsbereichen mit Sicherheit  angewandt werden.
Als vielleicht ästhetischstes und vollendetstes Beispiel sei hier der „Goldene Schnitt” genannt: nicht nur in Architektur und Kunst sind seine vollendeten Proportionen zu finden, auch in der Natur finden sich in vielen Formen (Blüten, Samenträger, Proportionen bei Insekten u. v. a. m.) die durch den Goldenen Schnitt mathematisch erfaßten Beziehungen zwischen harmonisch empfundenen Längenverhältnissen wieder. In der Physik lassen sich diese Proportionen sehr schön im akustischen und optischen Bereich, bei den Verhältnissen von Frequenzen und Wellenlängen der  Töne und Farben wiederfinden.

Im Rahmen der Systemtheorie werden die allgemeinsten qualitativen Eigenschaften, Beziehungen und Strukturen  einschließlich der  Prozesse des Werdens und Vergehens in sowohl natürlichen (physikalischen, chemischen, biologischen) als auch in technischen und z. B. sozialen Bereichen beschrieben.
Wie in der Mathematik gilt auch hier, dass Erkenntnisse, die an z. B. natürlichen Systemen gewonnen wurden, beliebig auf technische und soziale Systeme übertragen werden können. Das erleichtert sicher einerseits die wissenschaftliche Arbeit, zeigt aber andererseits auch die Vernetzung der Wissensgebiete über alle historisch gewachsenen Schranken und Grenzen.

Es wird nebenbei deutlich, wie wichtig in jeder Wissenschaftsdisziplin die Vermittlung des Grundlagenwissens dieser beiden Bereiche ist: mit Hilfe der Mathematik und der Systemtheorie wird nicht nur  das Verständnis des eigenen Wissenschaftsgebietes erleichtert, auch die Lernzeit kann mit Hilfe dieser beiden Wissenschaftsdisziplinen wesentlich effektiviert werden.

Vielleicht wird schon an diesen wenigen Ausführungen deutlich, wie sehr alle Wissenschaftsbereiche heutzutage miteinander vernetzt sind.

Nun will ich einige weitere Fakten aus der Geschichte nennen, die ebenfalls den Einheitsgedanken deutlich machen können:
2. Zur Geschichte der Einheit der Wissenschaft

Die berühmten „alten Griechen” kannten nur die Philosophie als einheitliche Form geistiger Reflexion der natürlichen und sozialen Wirklichkeit sowie des menschlichen Denkens. Mit zunehmender Fülle entwickelten sich Teilbereiche der Philosophie, Spezialbereiche, die sich nach und nach von der „Mutter” abnabelten. Philosophie als „Zusammenschau” des Einzelwissens blieb notwendiges Verbindungsglied.

Die „artes liberales”, die sieben freien Künste (drei sprachliche: Grammatik, Dialektik, Rhetorik, vier mathematisch-praktische: Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie) wurden bis in die Neuzeit hinein als einheitliches Wissen vermittelt. Später hinzukommende  Disziplinen - Theologie, Medizin und Recht - setzten das  Studium dieser sieben Fachbereiche in der  „Artistenfakultät” voraus.
In dem Begriff „Artisten” (nicht im heutigen Sinne verstanden) klingt bereits an, dass Wissen resp. Wissenschaft in jener Zeit selbst als eine „Kunst” angesehen wurde: die Worte „ars”, „artes” wurden im Sinne von „große Geschicklichkeit”, „souveräne Beherrschung”, „kunstvolles Ausdrucksmittel” gebraucht.

Bis zu dieser Zeit des ausgehenden Mittelalters waren sogenannte „Universalgenies” bekannt, die sich sowohl in der Philosophie als auch in z. B. der Physik, Technik, Astronomie und  - nicht zu vergessen - der Kunst einen Namen machten. Als berühmtestes Beispiel gilt nach wie vor Leonardo da Vinci, ein Autodidakt, der sich wenig um Grenzziehungen universitärer Ausbildungen scherte. 

Später, mit der Herausbildung der klassischen Physik, war jeder Physiker immer auch Philosoph, der die Ergebnisse seiner Beobachtungen, Experimente und Berechnungen, seiner Hypothesen und Theorien auch verallgemeinernd-schlussfolgernd philosophisch-erkenntnistheoretisch interpretierte. In diesem Wechselspiel entwickelten sich beide - Physik und Erkenntnistheorie -  geradezu stürmisch.**

3. Das Bildungsideal des allseitig gebildeten Menschen und der moderne „Fachidiot”

In diesem Ideal des „allseitig gebildeten Menschen” spiegelt sich ebenfalls die Einheit der Wissenschaft wider: allseitig gebildet kann ein Mensch nur sein, wenn er die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen wenigstens im Umriß, in den Grundlagen kennengelernt hat.
Auch die moderne Universitätsbildung ging noch von diesem Bildungsideal des allseitig gebildeten Menschen aus. Der Name  Wilhelm von Humboldts ist eng damit verknüpft.***
Doch die Zeiten haben sich geändert - Ausbildung hat sich zu rechnen. Zum Nachdenken, Diskutieren, kritischen Hinterfragen und zum „allseitigen” Lernen bleibt kaum noch die Zeit: das Ergebnis ist der hochqualifizierte,  hochspezialisierte, auf einem engen Fachgebiet mit modernstem umfangreichen Wissen ausgestattete Absolvent der Universität.

Der Volksmund hat dafür den Begriff des „Fachidioten” hervorgebracht, der belächelt wird, weil  er außerhalb seines  Spezialgebietes kaum noch „mitreden” kann und will:

Die volkstümlich-scherzhafte „Grenzwertbildung” macht das Problem sehr hübsch sichtbar:

 

Während der Laie jemand ist, der auf immer mehr Gebieten immer weniger weiß, bis er über alles nichts weiß, ist der Spezialist jemand, der auf immer weniger Gebieten immer mehr weiß, bis er über nichts alles weiß.

Die Lösung liegt - wie könnte es anders sein - im rechten Maß der Dinge:
wir müssen zurück zu diesem alten humanistischen Universitäts-Ideal des allseitig gebildeten Menschen, der auch auf anderen Gebieten als dem eigenen informiert ist.

Viele Grenzfragen lassen sich besser beantworten durch Ausbildung auf mehreren Gebieten: der Physiker, der auch Medizin studiert hat und medizinische Geräte entwickelt, die  Informatikerin, die sich der Neurologie zuwendet, und  viele andere Fach-Kombinationen mehr bereichern nicht nur die Forschungsbereiche, sondern auch Industrie, Lehrtätigkeit, Medien usw.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete ist gängige Praxis.
Ich möchte als ein Beispiel bereichsübergreifender Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaftsdisziplinen  das Forschungszentrum Jülich nennen: dort finden Naturwissenschaft, Humanwissenschaft und Technikwissenschaften ihre gemeinsamen Betätigungsfelder.

 
4. Heutige Gefahren aus einer zersplitterten Wissenschaft
Objektiv notwendige und sinnvolle Spezialisierung der Wissenschaften und der Wissenschaftler hat nur Sinn, wenn sie in ihrer Gesamtheit in eine - man verzeihe mir die pathetischen Worte - menschheitsdienende Zielsetzung münden.

Wenn die Spezialisierung zur Zersplitterung führt, wenn der einzelne Wissenschaftler bzw. die einzelne Wissenschaftlerin nicht mehr die Kontrolle hat über die Ergebnisse seiner / ihrer  Arbeit, wenn sie oder er u. U. den Mißbrauch ihrer bzw. seiner Arbeit nicht mehr verhindern kann, sondern in die objektiv bedingte, unbeeinflußbare  „Verantwortungs-losigkeit” für diese Ergebnisse gestoßen wird, dann mehren sich die Gefahren, die sich aus Anwendung von Wissenschaft und Technik ergeben, in einem Maße, die heute bereits solche Größenordnungen annehmen, dass sie für die Zukunft der Menschheit existenzgefährdend werden.  Wenn Wissenschaft für persönliche Macht- oder Anerkennungsgelüste, für ökonomische Interessen Einzelner mißbraucht wird, wenn sie dem „Machbarkeitswahn wildgewordener Männer” überlassen bleibt,  verliert sie ihren Platz in der menschlichen Geschichte als fortschrittsbringende, arbeitserleichternde, erkenntnisfördernde Kulturtat und wird selbst zum Instrument moderner Barbarei. Bei allen wunderbaren Fortschritten in Teilbereichen ist die Wissenschaft in ihrer Ganzheit (Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft gemeinsam!) vielleicht bald zur nicht mehr beherrschbaren „Großen Maschine” geworden, die ein(e) Einzelne(r)  und auch die Gesellschaft als Ganzes  nicht mehr lenken kann.

Angst vor den Gefahren dieser modernen Wissenschaft treibt viele Menschen in irrationale, wissenschaftsfeindliche Bereiche, in denen womöglich andere Gefahren für diese Menschen lauern. Viele Menschen, die in Sorge sind, finden keine Möglichkeit, sich den negativen Tendenzen in der Wissenschaft entgegen zu stellen.

Dringender denn je ist ein Nach- und Umdenken, ein Innehalten, ein Sich-Besinnen auf alten humanistisch-wissenschaftliche Ideale und eine Abkehr vom „Alles-ist-erlaubt-was-machbar-ist”  nötig.
5. Wissenschaft und Frauen
In den vergangenen Jahrzehnten war es nötig, dass Frauen sich ihren Platz in der früher ausschließlich Männern vorbehaltenen Wissenschaft eroberten. Die Physikerinnentagungen, FiNuT-Kongresse, der Verein NuT e. V. und andere Organisationen von Naturwissenschaftlerinnen und Technikerinnen und auch die Zeitschrift „Koryphäe” haben für das wachsende Selbstverständnis der Frauen eine wunderbare Arbeit geleistet. Nun stagnieren alle diese Institutionen irgendwie, geht es um die Frage weitermachen oder aufhören.

Doch ich sehe, dass sich für uns Frauen in den vergangen Jahren eine neue Aufgabe herauskristallisiert hat: Diese Entwicklung und dieser  Wandel der Wissenschaften, diese unglaublichen, wundervollen Erkenntnisse, die sie hervorgebracht hat und täglich neu hervorbringt,  müssen - und nun sind wir wieder bei den alten Griechen - in der „Zusammenschau” und Zielsetzung neu programmiert werden: kein Einsatz mehr für Waffentechnik, physikalische, chemische, biologische oder gar  meteorologische Waffen (neulich geisterte das Wort „Klimakrieg” durch die Medien), keine verantwortungslose Forschung auf Gebieten, bei denen die Folgen für die Umwelt nicht berücksichtigt werden.
 
 
Eine öffentliche Ethik-Diskussion, die über die Teilbereiche einzelner Disziplinen hinausgeht, die die Gesamtheit der Wissenschaft auf ihre Zielsetzung und praktische Umsetzung hin überprüft und in deren Ergebnis  fordert und kontrolliert, Mißbrauch dauerhaft unterbindet und friedliche weltweite Nutzung ihrer Ergebnisse ermöglicht, ist historisch auf der Tageordnung.

Ein erster Schritt ist machbar in einer organisierten Zusammenarbeit der Wissenschaftlerinnen aus dem Bereich der Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften.Deshalb schlage ich vor, mit Vertreterinnen der Geisteswissenschaften gemeinsam Möglichkeiten einer solchen Zusammenarbeit zu diskutieren.
PS.:
Viele interessante Fragen mußten bei der Ausarbeitung dieses Beitrages zurückgestellt werden. Die von mir gegenüber der "Koryphäe" versprochenen Ergänzungen habe ich noch nicht ausformulieren können. Sorry. Ich beeile mich, werde es aber nicht bis zum Beginn des voraussichtlich letzten FiNuT-Kongresses am 21. 5. 2009 schaffen.
 
Fußnoten:
* Andere Erkenntnismethoden sind z. B. die rein sinnlich-wahrnehmende, unreflektierte Beobachtung der Umwelt als Vorstufe der wissenschaftlichen Erkenntnis und  die künstlerische Form bzw. Methode der „Abbildung”, der Reflexion der Umwelt.  Auch religiöse bzw. spirituelle Formen (Methoden)  der Erkenntnis (Stichworte sind z. B.: „geoffenbartes Wissen”,  Mystik, Intuition, „innere Stimme”, „Wahrheitssinn des Menschen”) seien erwähnt. (zurück zur Textstelle)
 
 
** Eine persönliche Erfahrung sei angemerkt: unser Professor für Theoretische Physik während meines Physikstudiums (Diplom 1974 an der TU Dresden) war „von Hause aus” Philosoph, den es in seinem Erkenntnisdrang von der Philosophie zur Physik gezogen hatte. Mir war der umgekehrte, ebenso spannende  Weg vergönnt: nach dem Studium der Physik führte mich ein längerer Weg hin zur Tätigkeit als Philosophielehrerin. Aus dieser  Erfahrung weiß ich, dass es für ein Philosophiestudium von unschätzbarem Wert ist, wenigstens einige Semester Physik zu studieren. (zurück zur Textstelle)  
 
*** Aus dem Buch von Prof. Gerhard Vinnai „Die Austreibung der Kritik aus der Wissenschaft - Psychologie im Universitätsbetrieb” (1993, kostenlos von www.vinnai.de/kritik.html herunterladbar, das Buch ist eine äußerst lesenswerte kritische Analyse heutiger Universitätsrealität) ein kleines Zitat:
„Gegen eine autoritär strukturierte, berufsbezogene Ausbildung im Dienste staatlicher und ökonomischer Interessen wendet sich die »klassische« deutsche Universitätsutopie, die mit dem Namen Wilhelm von Humboldts verknüpft ist.”  (zurück zur Textstelle)
siehe auch Vinnai,  G.
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