Stein und Wasser - das "männliche" und das "weibliche" Denk-Prinzip
Beispiele aus der Physik - eine schwierige Gegenüberstellung |
Die
Gegenüberstellung verschiedener möglicher Denkansätze in der Physik hat mir auf der Physikerinnentagung 2007 nicht nur harsche Kritik, sondern auch sehr spannende Erkenntnisse eingebracht:
Ein wenig salopp hatte ich sie auf meiner Folie überschrieben:
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"Stein und Wasser" -
Das "männliche" und das "weibliche" Denkprinzip in der Physik |
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Ich hatte absolut nicht damit gerechnet, daß
diese allgemein übliche Zuordnung bestimmter (Denk-) Kriterien zu den Begriffen "männlich" und "weiblich" bei den Physikerinnen so extremen Protest auslösen würde. Gleich die erste Frage in der Diskussion war, wie ich das behaupten könne, daß das eine männlich und das andere weiblich sei. Ich berief mich auf
die allgemein üblichen Gegenüberstellungen, auf die ich -
eigentlich der Anschaulichkeit wegen, weil ich annahm, daß sie bekannt seien - zurückgegriffen habe, und darauf, daß ich diese
nur auf Fragen der Physik übertragen habe und selbst erstaunt war, was dabei herauskam.
Anschließend an die Gruppendiskussion hatte ich noch ein sehr aufschlußreiches Gespräch allein mit einer Physikerin, in dessen Verlauf ich dann begriff,
wie ich das ganze Problem hätte umgehen können: Ich fragte sie, ob es ihr angehmener wäre, wenn ich diese beiden Denkprinzipien nicht das "männliche" und das "weibliche" Denkprinzip nennen würde und deckte diese Begriffe auf der Folie ab. Ja, über diese Gegenüberstellung ohne diese beiden Worte - da wäre sie bereit gewesen, mit mir zu reden, hatte ich den Eindruck. Jetzt hätte die fruchtbare Diskussion
beginnen können, aber dafür blieb nun keine Zeit mehr ...
Wen also diese beiden Worte "männlich" und "weiblich" stören, den bitte ich, sie sich einfach wegzudenken und sich nur die Gegenüberstellung selbst anzusehen.
Es mag scheinen, daß auf dieser Seite meine ausgesprochen subjektive Meinung zum Ausdruck kommen wird. Deshalb werde ich mich bemühen, ganz besonders sachlich und objektiv an diese Frage heranzugehen:
Gibt es physikalische Fragen, die von Männer-Physikern gern umgangen, ignoriert, verkannt, bagatellisiert, abgewertet werden? Gibt es also "Lücken" in der Lehrmeinung? Was passierte und passiert mit Physikern, die sich dieser Themen angenommen haben oder sich heute mit diesen Fragen befassen?
Auf dieser Seite will ich nur eine Übersicht dieser Fragen erstellen. Die inhaltlichen Fragen werden in den jeweiligen Themen beschrieben.
Mit diesen Beispiele und Details zur Gegenüberstellung von männliche und weibliche Sicht auf Wissenschaft ergänze ich die Seite zum "weiblichen Wissenschaftsverständnis" (siehe weibl. Wiss.) aber auch die Gegenüberstellung der "Stein"- und der "Wasser"-Denkmethoden in den "Denkprinzipien".
kleines poetisches PS:
"Schon versunken,
zieht der Stein noch Kreise auf dem Wasser."
Das schrieb Andrea D'Alessandro am 06. 05. 2004 unter ein Foto auf der Website www.kithira.de/gal10.htm
Auf dem Foto sah man die typischen kreisförmigen Wellen auf einer Wasseroberfläche, die sich bilden, wenn man einen Stein hineinwirft. |