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01. 07. 2009
Grundfragen der Physik,
neu gestellt und beantwortet von einer Frau
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Struktur Atommodell Mathematik
Stein + Wasser
 
Stein und Wasser  - das "männliche" und das "weibliche" Denk-Prinzip
Beispiele aus der Physik - eine schwierige   Gegenüberstellung 

Die Gegenüberstellung verschiedener möglicher Denkansätze in der Physik hat mir auf der Physikerinnentagung 2007 nicht nur harsche Kritik, sondern auch sehr spannende Erkenntnisse eingebracht:

Ein wenig salopp hatte ich sie  auf meiner Folie überschrieben:
Atommodell, klassisch
"Stein und  Wasser" -
Das "männliche" und das "weibliche" Denkprinzip  in der Physik
ein weibliches Atommodell - das Wirbelrad

Ich hatte  absolut nicht damit gerechnet, daß diese allgemein übliche Zuordnung  bestimmter (Denk-) Kriterien zu den Begriffen "männlich" und "weiblich"  bei den Physikerinnen so extremen Protest auslösen würde. Gleich die erste Frage in der Diskussion war, wie ich das behaupten könne, daß das eine männlich und das andere weiblich sei. Ich berief mich auf die allgemein üblichen Gegenüberstellungen, auf die ich - eigentlich der Anschaulichkeit wegen, weil  ich annahm, daß sie bekannt seien -  zurückgegriffen habe, und  darauf, daß ich diese nur auf Fragen der Physik übertragen habe und selbst erstaunt war, was dabei herauskam.

Anschließend  an die Gruppendiskussion hatte ich noch ein sehr aufschlußreiches Gespräch  allein mit einer Physikerin, in dessen Verlauf ich dann begriff, wie ich das ganze Problem hätte umgehen können:  Ich fragte sie, ob es ihr angehmener wäre, wenn ich  diese beiden Denkprinzipien nicht das "männliche" und das "weibliche" Denkprinzip nennen würde und deckte diese Begriffe auf der Folie ab.  Ja, über  diese Gegenüberstellung ohne diese beiden Worte - da wäre sie bereit gewesen, mit mir zu reden, hatte ich den Eindruck. Jetzt hätte die fruchtbare Diskussion beginnen können, aber dafür blieb nun keine Zeit mehr ...
Wen also diese beiden Worte "männlich" und "weiblich" stören, den bitte ich, sie sich  einfach wegzudenken und sich nur die Gegenüberstellung selbst anzusehen.

Es mag scheinen, daß auf dieser Seite meine ausgesprochen subjektive Meinung zum Ausdruck kommen wird. Deshalb werde ich mich bemühen, ganz besonders sachlich und objektiv an diese Frage heranzugehen: Gibt es physikalische Fragen, die von Männer-Physikern  gern umgangen, ignoriert, verkannt, bagatellisiert, abgewertet werden?  Gibt es also  "Lücken" in der Lehrmeinung? Was passierte und passiert mit Physikern, die sich dieser Themen angenommen haben oder sich heute mit diesen Fragen befassen?

Auf dieser Seite will ich nur eine Übersicht dieser Fragen erstellen. Die inhaltlichen Fragen werden in den jeweiligen Themen beschrieben.
Mit diesen Beispiele und Details zur Gegenüberstellung von männliche und weibliche Sicht auf Wissenschaft ergänze ich die Seite zum "weiblichen Wissenschaftsverständnis" (siehe weibl. Wiss.) aber auch die Gegenüberstellung der "Stein"- und der "Wasser"-Denkmethoden in den "Denkprinzipien".

kleines poetisches PS:

     "Schon versunken,
     zieht der Stein noch Kreise auf dem Wasser."

Das schrieb Andrea  D'Alessandro am 06. 05. 2004 unter ein Foto auf der Website www.kithira.de/gal10.htm
Auf dem Foto sah man die typischen kreisförmigen Wellen auf einer Wasseroberfläche, die sich bilden, wenn man einen Stein hineinwirft.

Thema Bemerkungen siehe auch:
Trennung oder Einheit von Natur- und Geistes-Wissenschaften
Diese Trennung  oder Einheit steht vor allen anderen Aspekten der unterschiedlichen Herangehensweise im "männlichen" und "weiblichen" Prinzip.  Dieses Thema ist jedoch so unglaublich komplex, daß ich mich ihm nur ganz langsam und schrittweise nähern kann.
Wenn man diese beiden Möglichkeiten - die scharfe Trennung der Wissenschaften in einen Bereich, der sich mit der Natur (der Materie) befaßt und einen Bereich, der sich mit dem Geist  befaßt, auf der einen Seite und andererseits eine Herangehensweise, die von vornherein Materie und Geist als eines betrachtet und demzufolge auch keine Trennung in der geistigen Reflexion dieser beiden Bereiche möglichen Erkennens  zuläßt - erst einmal bewußt wahrgenommen hat, wenn man dann noch versucht, beide Sichtweisen durchzuspielen, kommt man zu den spannendsten Erkenntnissen überhaupt.
Ich verweise   an unterschiedlichen Stellen dieser Website darauf, z. B. in

Struktur der Materie > Vielfalt (z. B. das Modell von A. Bailey) und auf der Seite Zukunft hier im Thema Wiss.-Theorie
Die Trennung von Materie und Geist   und die Folge: Wissenschaft und Theologie im Krieg
Es gibt  eine zweite Trennung im Rahmen der Trennung von Materie und Geist:   die Trennung von Theologie und Wissenschaft insgesamt. Aus einer weiblichen Sichtweise, die Materie und Geist als Einheit betrachtet, sind beide Bereiche (Theologie und  Wissenschaft) vielleicht durchaus als selbständige Einheiten zu sehen, die strikte Trennung zwischen beiden wird jedoch zum Erkenntnishindernis.  Eine Zusammenführung, Annäherung, Aussöhnung - immer mal wieder von Theologen und Wissenschaftlern als Ziel gesehen - wird erst dann Erfolg  haben, wenn die Trennung von Materie und  Geist in der heutigen Form   überwunden wird. Das nun ist mit Hilfe des "weiblichen" Denkansatzes überhaupt kein Problem mehr. 
Natürlich werde ich versuchen, diese  Behauptung irgendwann auch ausführlicher zu begründen.
 
Wirbel
Es mag Zufall sein, daß die weiblichen Symbole Wirbel und Spirale in der Physik und Philosophie eher abwertend behandelt oder weitestgehend ignoriert wurden und werden. Noch immer kämpfen auch männliche Physiker, die eine "Wirbelphysik" vertreten, um die  Anerkennung ihrer Arbeit.  
Leistung und  Wirkung
Die Leistung ist eine zentrale physikalische Größe. Ihre Analogie zur männlichen "Leistungs-Gesellschaft"  (die Matriarchatsforscherin Prof. Heide Göttner-Abendroth nennt diese Strukturen "patriarchal") ist zumindest bemerkenswert, wenn nicht symptomatisch. Das weibliche Denken ist demgegenüber nicht auf äußerliche Leistung ( = Aufwand), sondern auf das Wesentliche einer Aktivität, die Wirkung ( = Ergebnis) gerichtet.
Der physikalische Größe "Wirkung" wird gegenüber der "Leistung" so gut wie keine Aufmerksamkeit geschenkt. Im Schulunterricht wird sie nicht vermittelt, nur - wenn es unvermeidlich ist - im Zusammenhang mit dem Planckschen Wirkungsquantum erwähnt und i. a. als abstrakte Rechengröße ohne physikalischen Inhalt dargestell.  
Es ist nur eine Vermutung, daß außerwissenschaftliche Überlegungen beteiligt sind bei der Bevorzugung der Leistung und der Benachteiligung der Wirkung innerhalb der Physik.
Spiegel
Die weibliche Sicht auf (nicht in) den Spiegel bringt einiges zutage, das den Physikern bisher entgangen ist.  Der Spiegel ist ein Rätsel - und er ist  ein weibliches Symbol. 
Creatio ex nihilo
Der durch nichts beweisbare Ewigkeitsanspruch männlicher Sicht (Energieerhaltungssatz) wird durch das weibliche Prinzip der "Schöpfung aus dem Nichts" ergänzt. Der Satz "aus nichts kommt nichts" ist typisch einseitig-männlich gedacht und bereits mit einer einfachen mathematischen Gleichung widerlegbar - so denn mathematische Regeln überhaupt Beweiskraft haben sollten, wie aus männlicher Sicht immer wieder behauptet wird...  
siehe z. B. in
Zeichen  
Creatio continua
Auch die "ständige Schöpfung" ist eine alternative (weibliche ?) philosophische Sicht auf das Sein als einem ständigen Prozeß des Werdens und Vergehens, die in der Physik (einmal abgesehen von ein paar "Vakuumfluktuationen" und "Paarbildungs"-Theorien) noch keine Entsprechung gefunden hat.
"Fällt der Stein bei Frauen anders?"
Diese männliche Reaktion auf feministische Wissenschaftskritik spricht Frauen ab,   inhaltlich anders an physikalische Fragen heranzugehen als Männer: Die männliche Sicht ist aus männlicher Sicht die objektive Sicht. Diese Denkweise erschwert eine konstruktive Diskussion inhaltlicher Fragen natürlich.
Ich biete eine -  wie ich hoffe, nachdenkenswerte - andere Möglichkeit  an, sich dem Phänomen der Gravitation zu nähern. Die - das müssen auch die Männer zugeben - bis heute ein einziges Rätsel geblieben ist im  Rahmen männlicher Erklärungsmodelle.
Erste Gedanken in Gravitation
Ordnung und Harmonie
Auch der Begriff der Harmonie gehört zu den von Männern vernachlässigten  (und teilweise sogar bekämpften) Begriffen, während der Begriff der Ordnung (resp. Unordnung / Entropie) von ihnen einseitig bevorzugt wird. Doch der Begriff der Harmonie ist der gegenüber der Ordnung übergeordnetere, komplexere Begriff.  
Es muß an dieser Stelle nicht ausdrücklich darauf verwiesen werden, wie sehr  das weibliche Prinzip  ein Prinzip der Harmonie  ist.
siehe Harmonie
Teilchen und Kontinuum - "Stein" und "Wasser"
Gern wird als Symbol für den Mann und das männliche Denken der Stein verwendet, als Symbol für die Frau und das weibliche Denken das Wasser.  Berücksichtigt man diese Entsprechungen, erscheint es auf einmal ziemlich eigentümlich, daß die Physik den "Stein" favorisiert, das "Wasser"  ignoriert: die Atomistik, die (Elementar-)Teilchenphysik stehen in hoher Blüte. Die Struktur der Materie unter Berücksichtigung der Erklärungsmöglichkeiten des Kontinuums  (dazu gehört vor allem die Ablehnung aller  Theorien, die den Energiebegriff als Basisbegriff wählen, und  des Ätherbegriffs) zu untersuchen, ist verpönt.
siehe alle Abschnitte in Struktur der Materie, insbesondere
Kontinuum
Atom und
Rutherford
Druck und Sog
"Halb zog sie ihn, halb sank er hin..." - Der Mann ist "actio", der aktive, Druck ausübende, der "aggressive" im Sinne, daß er nach außen geht, drückt, erobert. Die Frau ist die "passive", duldende, er-leidende  - denkt man. Ihr wird i. a. der Sog zugeordnet. Doch Sog ist nicht passiv. Sogkräfte sind aus männlicher Sicht schwer in den Griff zu bekommen: Man sehe sich an, was alles versucht wird, sie als Druckkräfte darzustellen.  Vielleicht liegt das Unvermögen, die Gravitation mit den anderen Wechselwirkungsarten zu kombinieren, daran, daß "man(n)" nicht in der Lage ist, den "weiblichen" Sog vollwertig zu integrieren?
siehe Physik > Bewegung >
Druck - Sog
Ziel-gerichtetheit
Aus moderner wissenschaftlicher (männlicher) Sicht ist jede Vorstellung von Zielgerichtetheit  (Teleologie) und Zweckbestimmtheit unwissenschaftlich. Wer immer es wagt, diese Begriffe in wissenschaftliche Arbeiten einzubeziehen, wird nicht mehr ernst genommen.   Den Beweis der Ziellosigkeit und Zwecklosigkeit der kosmischen / menschlichen / biologischen Entwicklung muß man mit dieser Position gar nicht erst antreten.
Warum Zielgerichtetheit ausgeschlossen werden muß, hat eher mit den historischen Männerkämpfen zwischen Theologen und Wissenschaftlern zu tun als daß es wirklich eine wissenschaftliche Begründung dafür gibt.

"Weiblichem" Denken fällt es nicht schwer, Zielgerichtetheit der Evolution zu erkennen. Im Gegenteil, sie auszuschließen, erscheint als ausgesprochen einfältig und unwissenschaftlich:
Solange ich nicht weiß, ob es Zielgerichtetheit gibt oder nicht, muß ich diese Hypothese zulassen und alle Erscheinungen darauf untersuchen, ob sie zielgerichtet sein können oder nicht.
Das Erkennen (und Beweisen) einer möglichen Zielgerichtetheit kann so zur Krönung der Erkenntnis schlechthin werden. Es wäre für die Physik äußerst peinlich, wenn sie sich dieser Erkenntnissuche noch lange verweigern würde.
 
Thema Bemerkungen siehe auch:
räumliches Vorstellungs-Vermögen - ein praktisches Beispiel
Es ist eine sehr weit verbreitete Meinung, daß Frauen und Mädchen  meist ein "geringeres" räumliches Vorstellungsvermögen hätten als Männer und Jungen.  Dieses "Raum"-Vorstellungsvermögen ist wesentlich eine Sache des Trainings. In einer Fernsehsendung (bei arte?) ging es einmal um diese Geschlechtsunterschiede und es wurde erwähnt, daß man an Geräten arbeitet, mit deren Hilfe Frauen und Mädchen diese ihre gegenüber dem Manne "unterentwickelte"   Fähigkeit trainieren können.  Das impliziert ein Frauenbild von
"Frau = unvollkommener Mann":
das, was der Frau am Mann-Sein fehlt, muß ihr "beigebracht" werden.
In diesem Test (siehe rechts), wie die Arbeitsagentur Wittenberg ihn anbot, kommt genau dieses Frauenbild zum Ausdruck. Daß Frauen ein "anderes" räumliches Vorstellungsvermögen haben können, wird überhaupt nicht in Erwägung gezogen.

Das "Raum-Verständnis" ist gegenüber dem räumlichen Vorstellungsvermögen eine völlig andere  Fähigkeit des menschlichen Gehirns.  Darauf gehe ich im Rahmen des Kapitels "Raumlehre" im Thema "Mathematik" und im Physikthema "Raum + Zeit" ein.
aus dem Amtsblatt des Kreises Wittenberg im Jahr 2006



siehe auch: Raumlehreund Raum + Zeit
Eine "weibl." Physik /Wissensch.-Th./Erk.-Th./ Stein+Wasser (ml.+wbl. Themen)