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16. 11. 2008
Grundfragen der Physik,
neu gestellt und beantwortet von einer Frau
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Denkprinzipien
 
 
 
"Stein und Wasser" - die zwei Denkprinzipien in der Physik
Eine  Gegenüberstellung  verschiedener Denk-Möglichkeiten

Die folgende Gegenüberstellung verschiedener möglicher Denkansätze in der Physik kann am besten mit "Stein" und "Wasser" veranschaulicht werden. Vielleicht kann sie helfen, eine bessere Übersicht über das gesamte Gebiet der  Physik zu bekommen.

Diese Übersicht habe ich unter die Frage "entweder - oder"? gestellt. Das meint:
Kann man wirklich sagen, daß das eine Prinzip "richtig" und das andere "falsch" ist? Ich werde zeigen, daß erst beide Prinzipien gemeinsam angewandt eine wirklich umfassende Sicht auf die Materie liefern können.
Wenn ich die einzelnen Aspekte als "Frage" formuliere und die Antworten einmal in blau und einmal in rot gegenüberstelle, dann kann man sich zwischen beiden Antworten immer dieses "oder" denken.

Am Beispiel der "Zeit-Frage möchte ich veranschaulichen, wie ich das meine:
Die alte, bereits in den Anfängen von Philosophie und Physik gestellte Frage lautet:
"Ist alles statisch, ewig, unveränderlich   oder ist es in ständiger Veränderung begriffen?

Nun gehe ich mit meiner Gegenüberstellung über dieses "oder" hinaus, indem ich behaupte: erst beides zusammen ergibt die "richtige" bzw. umfassende Antwort:
Das einzig Unveränderliche (sich gleichbleibende, immer da-seiende) an der Materie ist ihr ständiger Wechsel, ihre "ewige Veränderung".

Diese Seite ist nur die Übersicht und Zusammenfassung von Gedanken, die an anderen Stellen dieser Website ausführlicher dargestellt sind oder noch werden.
Eine Gegenüberstellung konkreter inhaltlicher  Fragen, die nach dem einen oder anderen der unten genannten Prinzipien gedacht sind, findet sich in "weibl. Philosophie » Stein + Wasser".
                       "Stein und Wasser"
                                    Die zwei möglichen Denkprinzipien in der Physik
Die Frage entweder - oder?
Das Prinzip "Stein"
  Das Prinzip "Wasser"
Symbol-Frage Stein (fest, stabil, greifbar) Wasser (flüssig, fließend, unfaßbar)
Physik-Frage "Teilchen"-Physik
Punkt, Gerade
Einzelheit
"Kontinuums"-Physik
Kreis
Ganzheit
Begriffs-Frage peiron (begrenzt, endlich)
Atom + Leere, Masse
a-peiron (unbegrenzt,  unendlich)
Stoff - Substanz - Äther , Energie
Beziehungs-Frage das abgegrenzte Ding steht anderen abgegrenzten Dingen gegenüber - zwischen ihnen gibt es nur "Leere" Die Beziehungen zwischen den Dingen stehen im  Vordergrund der Betrachtung,
d. h. Begriffe wie Aktion, Prozeß, Wechselwirkung
Denk-Frage analytisch synthetisch
Logik-Frage formale dialektische
Seins-Frage ja-nein,
„Sein oder Nicht-Sein”,
Sicherheit
Kategorie der Art
= Grenzziehung
ja - vielleicht, möglich - nein
Werden und Vergehen,
Wahrscheinlichkeit,
Kategorie d. Grades
=  "Verdichten", fließende Übergänge
Zeit-Frage statisch, ewig, unveränderlich
reversible Prozesse  (bzw. idealisierte Kreislaufprozesse, die von WW mit Umwelt abstrahieren) suggerieren die Stabilität
dynamisch, ständiger Wandel;
stationäre Prozesse, Kreislaufprozesse (bzw. spiralige)
irreversible Prozesse
Erhaltungs- und Symmetrie-Frage aus der Zeitfrage resultierndes Postulat der "Erhaltung" von irgendetwas, ob Energie, Impuls, Masse
gekoppelt an Symmetrievorstellungen in der Zeit, ein anderes Wort für "reversible" Prozesse
Was erhalten wird, ist lediglich Postulat, Vorgabe, Denkvoraussetzung - ein Übertreten dieses Ansatzes wird geächtet - Neugier unterdrückt
aus der Ganzheitssicht ergibt sich die Asymmetrie der zeitlichen Entwicklung (Zielfunktion! der Evolution) im Ganzen, was dabei "erhalten" wird, ist zu klären (Forschungsaufgabe- Frage);
fördert die Neugier / Erkenntnislust auf unbeantwortete Fragen (siehe die Erkenntnistriebkraft der Suche nach dem perpetuum mobile)
Kraft- und Energie-Frage
actio = reactio

Kraft und Energie als "entäußerte Eigenschaften" der Dinge: die Dinge "haben Energie", aber sie "sind" nicht Energie - zwischen "Ding" und "Bewegung" wird scharf unterschieden
Kraft und Energie als "inneres Wesen" der Dinge, sie "sind" Energie, sie "besitzen" sie nicht ;
reactio > actio (Dämpfung)
oder
reactio < actio (Verstärkung)
ist möglich, auch
actio= 0 (kein äußerer Anstoß)
reactio = 0
(keine Reaktion)
 
Daraus ergibt sich die Interpretation von der Kraft und Gegenkraft bzw. vom Druck und Gegendruck. Ein Körper setzt einem anderen einen "Widerstand" entgegen.
Wenn man dem Druck jedoch statt des "Gegendrucks" den Sog (Zug) gegenüberstellt, ergibt sich:  Druck und Sog verbinden sich zu einem Ganzen, zu einem "harmonischen Fluß".
Ein anders Wort dafür ist "Kooperation".
  E = mc2
Energie und Masse  sind verknüpft
E = h ny
Energie und Frequenz sind verknüpft
Bewegungs-Frage Impulsübertragung als äußere Ursache der "toten" Bewegung (fremdbewegt)

Die Größe Entropie gibt die Richtung der Bewegung vor: Abbau von Ordnung
lebendige Bewegung
(selbstbewegt, Bewegung auch gegen äußere Kräfte)

Die Richtung der Bewegung geht zur wachsender Komplexität, Aufbau von Ordnung, Harmonie (Gleichgewicht, Ausgleich)
Wirkungs-Frage "steuern", einseitige (Einzel-) Ursache-Wirkungs-Kette, zeitlich versetzte Rückwirkung;
Gleichzeitigkeit von Ereignissen kann nicht in Beziehung zueinander gesehen werden
"regeln", "rückkoppeln",  (gleichzeitige, instantane) Wechsel-Wirkungen, mehrere Ursachen, mehrere Wirkungen
(Synchronizität, Koinzidenz)
Struktur-Frage Ordnungs-Prinzip
"Teile und herrsche"

Grundbegriffe sind Ordnung und Unordnung

weitere Fragen drehen sich um:
Systemvernichtung / Vergehen (wegwerfen, zerstören),
Teilen  (und ggf. Mischen)
Beziehungen abbauen
Harmonie-Prinzip
"Die Gegensätze fügen sich zur Harmonie"
(Heraklit)
Grundbegriffe sind Harmonie und Chaos

weitere Fragen drehen sich um:
Systembildung / Werden (sammeln, wachsen), Zusammenfügen (und ggf. Sortieren),
Beziehungen aufbauen
Ursachen-Frage Wirk-Ursache causa efficiens Zielursache causa finalis
Wichtigkeits-Frage
und Methoden -Frage
Quantität
(Mathematik als wichtigste Methode der Auswertung physikalischer Beobachtungen - messen, zählen, ordnen, Fakten analysieren)
Qualität
(Philosophie als wichtigste Methode der Betrachtung physikalischer Prozesse, ihrer Tendenzen, Bedeutungen - vergleichen, synthetisieren, spekulieren, harmonisieren, Prozeßanalyse)
Erkenntnis-Frage lernen und beweisen
Fremdwissen übernehmen - atomisiertes Wissen, Faktenwissen,
quantitative Sicht ("viel" wissen)

Rolle der Autorität ("Wissen ist Macht")
Rechthaberei ( "richtig" und "falsch")
denken und verstehen
eigene Schlußfolgerungen ziehen (Analogieschluß) - ganzheitliches, sich verdichtendes Wissen, Einheit und Zusammenhang
qualitative Sicht ("etwas immer besser" wissen und verstehen)
Rolle des Lehrers ("Wissen ist Beziehung")
  BEWEIS AHA-Effekt (verstehen statt beweisen)
  Fähigkeit zur Unterscheidung als erste rationale Bewußtseinsfunktion steht im Mittelpunkt (Analyse) Fähigkeit zur Zusammenfassung (Synthese) als höhere Bewußtseins-Eigenschaft steht im Mittelpunkt
Informations-Frage Zeichen
Zeichensprache ist eine "Vereinbarungs"-Sprache, die Zeichen müssen definiert und gelernt werden, jede Informationseinheit steht "atomistisch", einzeln, lose für sich
Symbol
Symbolsprache ist eine "Offenbarungs"-Sprache: der Sinn des Symbols ist selbsterklärend und im engeren und weiteren Sinne anwendbar, die Informationen bilden insgesamt ein "organisches Ganzes"
Grundsatz-Frage
Trennung von Materie und Geist
als philosophische Basis  der traditionellen natürwissenschaftlichen Sicht auf das Sein
Einheit von Materie und Geist
als philosophische Basis der ganzheitlicher Sicht auf das Sein
Keine Frage
Erst beide Denkweisen zusammen
ergeben ein „objektives”, ein „allseitiges” Bild der Wirklichkeit


Hier taucht sie wieder auf, die „Weltformel” (siehe Weltformel), die besagt, daß
„zwei zu eins  zu machen” ist und  im allgemeinen "sowohl als auch"  richtig ist -
(und nicht "entweder-oder")

Die praktische Realisierung dieser Verbindung der beiden Denkprinzipien und ihre bewußte Anwendung steht noch aus.
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