"Stein und Wasser"
Die zwei möglichen Denkprinzipien in der Physik |
| Die Frage
entweder - oder? |
Das Prinzip "Stein" |
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| Symbol-Frage |
Stein (fest, stabil, greifbar) |
Wasser (flüssig, fließend, unfaßbar) |
| Physik-Frage |
"Teilchen"-Physik
Punkt, Gerade
Einzelheit |
"Kontinuums"-Physik
Kreis
Ganzheit |
| Begriffs-Frage |
peiron (begrenzt, endlich)
Atom + Leere, Masse |
a-peiron (unbegrenzt, unendlich)
Stoff - Substanz - Äther , Energie |
| Beziehungs-Frage |
das abgegrenzte Ding steht anderen abgegrenzten Dingen gegenüber - zwischen ihnen gibt es nur "Leere" |
Die Beziehungen zwischen den Dingen stehen im Vordergrund der Betrachtung,
d. h. Begriffe wie Aktion, Prozeß, Wechselwirkung |
| Denk-Frage |
analytisch |
synthetisch |
| Logik-Frage |
formale |
dialektische |
| Seins-Frage |
ja-nein,
„Sein oder Nicht-Sein”,
Sicherheit
Kategorie der Art
= Grenzziehung |
ja - vielleicht, möglich - nein
Werden und Vergehen,
Wahrscheinlichkeit,
Kategorie d. Grades
= "Verdichten", fließende Übergänge |
| Zeit-Frage |
statisch, ewig, unveränderlich
reversible Prozesse (bzw. idealisierte Kreislaufprozesse, die von WW mit Umwelt abstrahieren) suggerieren die Stabilität |
dynamisch, ständiger Wandel;
stationäre Prozesse, Kreislaufprozesse (bzw. spiralige)
irreversible Prozesse |
| Erhaltungs- und Symmetrie-Frage |
aus der Zeitfrage resultierndes Postulat der "Erhaltung" von irgendetwas, ob Energie, Impuls, Masse
gekoppelt an Symmetrievorstellungen in der Zeit, ein anderes Wort für "reversible" Prozesse
Was erhalten wird, ist lediglich Postulat, Vorgabe, Denkvoraussetzung - ein Übertreten dieses Ansatzes wird geächtet - Neugier unterdrückt |
aus der Ganzheitssicht ergibt sich die Asymmetrie der zeitlichen Entwicklung (Zielfunktion! der Evolution) im Ganzen, was dabei "erhalten" wird, ist zu klären (Forschungsaufgabe- Frage);
fördert die Neugier / Erkenntnislust auf unbeantwortete Fragen (siehe die Erkenntnistriebkraft der Suche nach dem perpetuum mobile) |
| Kraft- und Energie-Frage |
actio = reactio
Kraft und Energie als "entäußerte Eigenschaften" der Dinge: die Dinge "haben Energie", aber sie "sind" nicht Energie - zwischen "Ding" und "Bewegung" wird scharf unterschieden |
Kraft und Energie als "inneres Wesen" der Dinge, sie "sind" Energie, sie "besitzen" sie nicht ;
reactio > actio (Dämpfung)
oder
reactio < actio (Verstärkung)
ist möglich,
auch
actio= 0 (kein äußerer Anstoß)
reactio = 0 (keine Reaktion) |
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Daraus ergibt sich die Interpretation von der Kraft und Gegenkraft bzw. vom Druck und Gegendruck. Ein Körper setzt einem anderen einen "Widerstand" entgegen.
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Wenn man dem Druck jedoch statt des "Gegendrucks" den Sog (Zug) gegenüberstellt, ergibt sich: Druck und Sog verbinden sich zu einem Ganzen, zu einem "harmonischen Fluß".
Ein anders Wort dafür ist "Kooperation". |
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E = mc2
Energie und Masse sind verknüpft |
E = h ny
Energie und Frequenz sind verknüpft |
| Bewegungs-Frage |
Impulsübertragung als äußere Ursache der "toten" Bewegung (fremdbewegt)
Die Größe Entropie gibt die Richtung der Bewegung vor: Abbau von Ordnung |
lebendige Bewegung
(selbstbewegt, Bewegung auch gegen äußere Kräfte)
Die Richtung der Bewegung geht zur wachsender Komplexität, Aufbau von Ordnung, Harmonie (Gleichgewicht, Ausgleich) |
| Wirkungs-Frage |
"steuern", einseitige (Einzel-) Ursache-Wirkungs-Kette, zeitlich versetzte Rückwirkung;
Gleichzeitigkeit von Ereignissen kann nicht in Beziehung zueinander gesehen werden |
"regeln", "rückkoppeln", (gleichzeitige, instantane) Wechsel-Wirkungen, mehrere Ursachen, mehrere Wirkungen
(Synchronizität, Koinzidenz)
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| Struktur-Frage |
Ordnungs-Prinzip
"Teile und herrsche"
Grundbegriffe sind Ordnung und Unordnung
weitere Fragen drehen sich um:
Systemvernichtung / Vergehen (wegwerfen, zerstören),
Teilen (und ggf. Mischen)
Beziehungen abbauen |
Harmonie-Prinzip
"Die Gegensätze fügen sich zur Harmonie" (Heraklit)
Grundbegriffe sind Harmonie und Chaos
weitere Fragen drehen sich um:
Systembildung / Werden (sammeln, wachsen), Zusammenfügen (und ggf. Sortieren),
Beziehungen aufbauen |
| Ursachen-Frage |
Wirk-Ursache causa efficiens |
Zielursache causa finalis |
Wichtigkeits-Frage
und Methoden
-Frage |
Quantität
(Mathematik als wichtigste Methode der Auswertung physikalischer Beobachtungen - messen, zählen, ordnen, Fakten analysieren) |
Qualität
(Philosophie als wichtigste Methode der Betrachtung physikalischer Prozesse, ihrer Tendenzen, Bedeutungen - vergleichen, synthetisieren, spekulieren, harmonisieren, Prozeßanalyse) |
| Erkenntnis-Frage |
lernen und beweisen
Fremdwissen übernehmen - atomisiertes Wissen, Faktenwissen,
quantitative Sicht ("viel" wissen)
Rolle der Autorität ("Wissen ist Macht")
Rechthaberei (
"richtig" und "falsch") |
denken und verstehen
eigene Schlußfolgerungen ziehen (Analogieschluß) - ganzheitliches, sich verdichtendes Wissen, Einheit und Zusammenhang
qualitative Sicht ("etwas immer besser" wissen und verstehen)
Rolle des Lehrers ("Wissen ist Beziehung") |
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BEWEIS |
AHA-Effekt (verstehen statt beweisen) |
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Fähigkeit zur Unterscheidung als erste rationale Bewußtseinsfunktion steht im Mittelpunkt (Analyse) |
Fähigkeit zur Zusammenfassung (Synthese) als höhere Bewußtseins-Eigenschaft steht im Mittelpunkt |
| Informations-Frage |
Zeichen
Zeichensprache ist eine "Vereinbarungs"-Sprache, die Zeichen müssen definiert und gelernt werden, jede Informationseinheit steht "atomistisch", einzeln, lose für sich |
Symbol
Symbolsprache ist eine "Offenbarungs"-Sprache: der Sinn des Symbols ist selbsterklärend und im engeren und weiteren Sinne anwendbar, die Informationen bilden insgesamt ein "organisches Ganzes" |
| Grundsatz-Frage |
Trennung von Materie und Geist
als philosophische Basis der traditionellen natürwissenschaftlichen Sicht auf das Sein |
Einheit von Materie und Geist
als philosophische Basis der ganzheitlicher Sicht auf das Sein |
| Keine Frage |
Erst beide Denkweisen zusammen
ergeben ein „objektives”, ein „allseitiges” Bild der Wirklichkeit |
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Hier taucht sie wieder auf, die „Weltformel” (siehe Weltformel), die besagt, daß
„zwei zu eins zu machen” ist und im allgemeinen "sowohl als auch" richtig ist -
(und nicht "entweder-oder")
Die praktische Realisierung dieser Verbindung der beiden Denkprinzipien und ihre bewußte Anwendung steht noch aus.
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