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31. 10. 2007  
Grundfragen der Physik,
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Fremdtexte
Hirschberger, J.
 
Hirschberger, Johannes
Die Geschichte der Philosophie und das Wirbeldenken

     Hirschberger, Johannes
    Geschichte der Philosophie
      in zwei Bänden:
      1. Auflage 1948
      Band 1 bzw. 1. Teil: Altertum und Mittelalter
      Band 2 bzw. 2. Teil: Neuzeit und Gegenwart
      erschienen z. B. im Verlag Zweitausendeins o. D.
     (entweder im Jahr 1999 oder Anfang des Jahres 2000)
      Verlag Herder Freiburg im Breisgau
      Lizenzausgabe für Zweitausendeins
      ISBN 3- 861 50 - 332 - 8

(auch zu finden in der Digitalen Bibliothek,
Band 3 Geschichte der Philosophie - siehe Quellen / digitbib)


Aus diesem Buch habe ich hier einige Zitate übernommen, in denen es um die frühen Atom- und Wirbelvorstellungen im Zusammenhang mit der Weltentstehung bei Empedokles und Demokrit geht.  Weitere Zitate aus dem Buch werden nach und nach ergänzt.
Die folgenden Textstellen sind entnommen aus dem :
        1. ABSCHNITT              -    Die Philosophie des Altertums
           1. Kapitel                   -    Die Philosophie der Vorsokratiker
               4. Unterkapitel      -    Die Mechanisten und Anaxagoras: Materie und Geist (ab S. 38)

Die einzelnen Textstellen sind in der Quelle mit Rand-Titeln versehen, die ich übernehme:
  Empedokles - Weltbildung (S. 40) 
  Demokrit - Das Sein  / Die Atome (S. 42f)
Demokrit - Das Sein / Die Bewegung (S. 44f)
Empedokles
"Weltbildung"
(S. 40f)  "Interessant ist dabei besonders, wie Empedokles bei der Erklärung der Weltentstehung die Gedanken der Wirbelbildung, der Urzeugung und der morphologischen Entwicklung verwendet. Indem die Liebe die getrennten Elementarteilchen in einem Wirbel zusammenführte, kam es zur Bildung der ersten Weltkörper. Durch weitere Wirbelbildung sonderten sich ab das Himmelsgewölbe, die Luft, der Äther; und durch den Umschwung aus der Erde das Wasser. Durch Einwirkung der ersten Sonnenstrahlen entstanden auf der Erde die ersten Lebewesen. ..."
Empedokles:
ca. 492 - 432 v. Chr.
stammt aus Sizilien, wohl auf ihn geht die Idee von den vier Elementen zurück

(Hervorhebung von mir - B. K.)
Demokrit
"Das Sein / Die Atome"
(S. 42f)  "Grundgedanke seiner Philosophie ist die Lehre von den Atomen. Auch für Demokrit gibt es ein eingestaltiges Sein, ohne jede qualitative Unterschiedlichkeit.
Aber es ist nicht mehr ein zusammenhängendes Ganzes. Demokrit zerschlägt das parmenideische eine Sein in lauter letzte kleinste Teilchen, die nicht mehr teilbar sind und darum Atome heißen. Wie Empedokles den Begriff des Elementes, bildet Demokrit den Begriff des Atoms aus. Das Atom ist raumerfüllend, undurchdringlich, schwer, es ist ewig und unzerstörbar. Die Zahl der Atome ist unendlich. Es hat keine Qualitäten; alle Atome sind von gleicher Art.
...
Zum Atombegriff gehört der Begriff des leeren Raumes. Er muß angenommen werden, sobald es nicht mehr ein einziges zusammenhängendes Sein gibt. Zwischen dem aufgebrochenen Sein liegt dann das Nichtseiende; der leere, nicht erfüllte Raum. Er ist für Demokrit so notwendig wie das Atom:
Demokrit, griechischer Philosoph,
ca. 460 - 380 (oder 370) v.  Chr
  »Das Etwas ist nicht mehr als das Nichts«"  
Demokrit
" Das Sein / Die Bewegung"
(S. 44f)   "Die dritte Komponente in der Welterklärung Demokrits ist der Bewegungsbegriff. Die Atome bewegen sich im leeren Raum. Dreierlei ist für die Bewegung charakteristisch. Sie ist ewig, geschieht »gewaltsam« (bia), d.h. unter Druck und Stoß, und sie ist von selbst (apo tautomatou). Simplikios berichtet darüber: »Sie behaupteten, ewig bewegten sich die von ihnen angenommenen ersten Körper, die Atome, im Unendlich-Leeren, und zwar durch Gewalt« (67 A 16); und Aristoteles sagt: »Es sind einige, welche für unser Himmelsgebäude und für alle kosmischen Dinge überhaupt das Automaten verantwortlich machen; von selbst nämlich würde der Wirbel entstehen und jene Bewegung, welche das All durch Scheidung und Zusammenfügung in die jetzt bestehende Ordnung versetzt haben« (68 A 69). Dem hier wie bei Empedokles schon auftauchenden Wirbelbegriff liegt eine ganz schlichte Beobachtung zugrunde: »Man kann es sehen bei dem Durchsieben von Samen und bei Steinen an der Brandung; denn dort ordnen sich durch das Wirbeln des Siebes gesondert Linse zu Linse, Gerste zu Gerste, Weizen zu Weizen; hier dagegen werden durch den Wogenschlag die länglichen Steine zu den länglichen gerollt, die runden zu den runden, als ob die Ähnlichkeit der Dinge eine gewisse Vereinigung auf sie ausübte« (68 B 164). Wie schlicht auch diese Beobachtung ist, der Wirbelbegriff hat sich gehalten bis in die kosmogonischen Theorien der Neuzeit."
(Hervorhebungen von mir - B. K.)

Das hübsche an der Wortwahl "schlicht" ist, daß dieses Wort eigentlich die gleiche Bedeutung hat wie "laminar" gegenüber "turbulent".
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