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07. 10. 2009  
Grundfragen der Physik,
neu gestellt und beantwortet von einer Frau
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Struktur Atommodell Mathematik
Einschätzung

Denkmöglichkeit für ein neues Atommodell
Einschätzung dessen, was dieses Atommodell kann

 Diese erste Zusammenstellung einzelner Konsequenzen, die sich aus meinem Atommodell ergeben könnten, erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ist vorwiegend für interessierte Laien gedacht, denn ein Physiker dürfte aus seinem Wissen und seinem Arbeitsgebiet heraus selbst in der Lage sein, die Konsequenzen abzuleiten.
 
Die theoretischen Konsequenzen des Atommodells „Fridolin“ - eine Auswahl

1. allgemein erkenntnistheoretische Konsequenzen
1. 1. Mein Atommodell ist weniger eine rein physikalische Sache. Es ist in die Sprache der Physik des Mikrokosmos übersetztes grundlegendes philosophisches Wissen.

1. 2. Die Basis des Atommodells, das Quelle-Senke-Bild, ist auf alle Erscheinungen des Seins anwendbar.
a) Die Wechselwirkung eines jeden Systems mit seiner Umwelt
Jedes „System“ steht mit seiner Umwelt als Quelle und Senke des Austausches von Materie (in ihren beiden Erscheinungsformen als Masse und als Feld / Strahlung) und des Informationsaustausches in Wechselwirkung, in Beziehung.
b) Die Existenz jedes einzelnen Systems (Dings, Gegenstandes, Lebenwesens, jeder Erscheinung, jedes Prozesses, jeder Aktion) ist in diesem Bild beschreibbar:
Alles was ist, ist nur mittels Quelle (Geburt) als Beginn und Senke (Tod) als Ende überhaupt existent.

1. 3. Die Streitfrage, ob das Seiende „ewig gleich“ oder „in ständiger Veränderung“ begriffen ist, wird dadurch gelöst, daß beide Vorstellungen zusammengeführt und als gleichwertig vorstellbar werden.

1. 4. Der Streit zwischen Theologie und Naturwissenschaften um Zielgerichtetheit der Entwicklung wird mit Hilfe dieses Bildes versöhnt. Die Einseitigkeiten der Theologie (Zielgerichtetheit als Dogma) und der Naturwissenschaften (Ausschluß der Zielgerichtetheit) werden überwunden.

1. 5. Alle bisherigen Vorstellungen über die elementare Struktur des Seienden, alle bisherigen Atomvorstellungen, die es in der Geschichte von Philosophie und Physik gegeben hat, finden sich in diesem Modell wieder. Die bisherigen scheinbaren Gegensätze zwischen diesen Bildern lösen sich auf.

1. 6. Der alte Streit zwischen Atomisten (z. B. Max Planck) und Energetikern (z. B. Ernst Mach) wird auf überraschende Weise beigelegt.

1. 7. Das größte philosophische Problem bei der Suche nach dem „kleinsten Unteilbaren“ (Ist alles bis ins Unendliche teilbar oder gibt es ein „kleinstes Teilchen“?) erfährt eine überraschende und einfache Lösung: "Unterhalb" der Quellen und Senken gibt es keine „Teilbarkeit“ im Sinne der Existenz klassischer „Teilchen“ mehr. Auf dieser Ebene ist nur noch der unstrukturierte "Stoff" bzw. die Energie als dynamisches, zusammenhängendes Kontinuum existent. Die Betonung liegt auf "unstrukturiert" im Sinne des Teilchenbegriffs. Natürlich ist diese Energie noch in anderen Begriffen (in Analogie zur Strömungslehre bzw.  zur Wellenmechanik) beschreibbar - nur eben nicht mehr mit Hilfe des "Teilchen" - Begriffs bzw. des "Quants".
Zu beachten ist, daß der Begriff des "Elementarteilchens" lediglich aus Veranschaulichungs- bzw. Vereinfachungsgründen gewählt wurde. Der Begriff der "Resonanzen" bzw. "Wechelwirkungen" wäre dafür geeigneter , um das Prozeßhafte, Dynamische als Haupteigenschaft der mit dem "Elementarteilchen"-Begriff beschriebenen Phänomene sichtbare zu machen.

1. 8. Dieses Bild verhilft auch zu weiterführenden Interpretationen der Quantenphysik.

1. 9. Die Beziehung von Teil und Ganzem, die analytische und die synthetische Sichtweise, werden mit Hilfe dieses Modells vorstellbar: Das Atom ist definiert über seinen Energieaustausch mit seiner Umwelt. Die philosophische Grundaussage, daß sich „im Teil das Ganze spiegelt“, ist in diesem Modell auf physikalischer Ebene nachvollziehbar.

1. 10. Die Frage nach der „Selbstbewegtheit“ der Materie wird auf neue Art beantwortet. Die künstliche Trennung in Materie und Bewegung wird aufgehoben. Das macht den Weg frei für ein leichteres Verständnis physikalischer Fragen nach den Ursachen von Bewegungen und den Prozessen von Energieumwandlungen.
 
2. Konsequenzen, die die Physik selbst und einige Interpretationen heutiger Erkenntnisse betreffen

- Die berühmteste Formel der Physik : E = m c2 erhält in diesem Modell ihre konsequenteste und umfassendste Darstellung: Masse und Energie (Strahlung, Licht, Feld, Gravitation...) werden in einem einzigen Bild vorstellbar:
Masse ist „kon-zentrierte“ Energie, Energie, die um einen Schwerpunkt, Zentrum bzw. Mittelpunkt kreist.
Strahlungsenergie bzw. Feldenergie ist die von diesen Zentren ausgehende bzw. in ihr wieder zusammenfließende Energie.
Die Umwandlung von Masse in Strahlungs- (Feld-)Energie und umgekehrt bleibt nicht mehr abstrakt, sondern hat ein Bild gefunden, das auf allen Erkenntnisebenen (vom Schüler bzw. Laien bis zum Physiker und Philosophen) gleichermaßen anwendbar ist.
Im weitesten Sinne ist dieses Modell die Anwendung des Gedankens von Albert Einstein:
„Meiner Meinung nach ist es eine Täuschung, das Elektron und das Feld für zwei physikalisch unterschiedliche, unabhängige Gebilde zu halten. Da keines ohne das andere existieren kann, gibt es nur eine zu beschreibende Realität, die zufälligerweise zwei verschiedene Aspekte aufweist. Die Theorie müßte dies von Anfang an berücksichtigen.“ (Albert Einstein 1940)

- Die Existenz der elektrischen Ladungen wird in diesem Bild vorstellbar, erklärbar. Die positive elektrische Ladung ist die Quelle (das Proton), die negative elektrische Ladung die Senke (das Elektron). Die Frage nach „Sein“ (Was ist eine elektrische Ladung?) oder „Haben“ (Was bedeutet es, wenn ein Elektron eine elektrische Ladung „trägt“?) , die bisher nicht geklärt werden konnte, wird auf einfache Weise gelöst.

-  So wird beispielsweise durch die Darstellung des Neutrons als „in sich geschlossenem“ Quelle-Senke-Komplex die Frage nach dem möglichen Dipolmoment des Neutrons beantwortet und damit eine "weitreichende Frage" der Physik aus theoretischer Sicht geklärt:
Das Neutron erscheint im "Normalfall" ohne Dipol, aber bei Anlegen äußerer Felder können sich Quelle und Senke so leicht gegeneinander verschieben, daß sie  von außen erkennbar werden, ohne daß das Neutron als Ganzes "aus dem Gleichgewicht fällt" - bei Wegfall des Feldes verschwindet auch das Dipolmoment wieder. Erst bei einer größeren Energiezufuhr "zerfällt" das Neutron in Proton und Elektron. (siehe hierzu  auch die Überlegungen im Thema Mathematik » Sprache » Beispiel)

- In diesem Bild fallen alle vier klassischen Wechselwirkungsarten zu einer einzigen zusammen. Die Gravitation als schwierige Sogkraft, die bisher immer ein Problem darstellte, wird nahtlos in die anderen Wechselwirkungsarten integriert.

- Klassische und moderne Theorien (z. B. die Stringtheorie) können mit Hilfe dieses Bildes zusammengeführt werden.

- Widersprüche und Interpretationsprobleme in bisherigen Theorieansätzen (z. B. die berüchtigten „Singularitäten“) finden eine überraschend einfache Interpretation und Aufhebung des Problems in eine höhere Dimension bzw. Ebene der Betrachtung.
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