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31. 10. 2007 
Grundfragen der Physik,
neu gestellt und beantwortet von einer Frau
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Struktur Atommodell Mathematik
3. Philosophie
 
Denkmöglichkeit für ein neues Atommodell  - "Gestatten, Fridolin"
3. Die Philosophie, Theologie und Symbolik hinter diesem Atommodell

 
1. Die Philosophie:    Alles fließt, ist Teil im Ganzen und wirkt im Werden und Vergehen
- Wo etwas fließt, muß es eine Quelle (einen Anfang) und eine Senke (ein  Ende) geben
- Der Fluß als Symbol, als Modell des Energieflusses  
- Alles Seiende ist im Fluß, ist "Werden und Vergehen"
- Das Seiende als System - Systemerhaltung als Wechselwirkung mit der Umwelt
- Das Atom als selbst-erhaltendes System
- Die Beziehung von Teil und Ganzem als allgemeingültig und anwendbar auch
   auf das Atom
- Hat der Energiestrom ein Ziel?
 
2. Die Theologie:   Gottes Atem und das Prinzip der kleinsten Wirkung
- Creatio continua - die ständige Schöpfung
- Sind Zielgerichtetheit und Physik unvereinbar?
- Causa efficiens UND causa finalis? - Max Planck und das Prinzip der kleinsten Wirkung
- Kann man irgendwo im Kosmos Zielgerichtetheit beobachten?
- Das Wirken mehrerer Ursachen in einem Ereignis
3. Die Symbolik
- Werden und Vergehen,
- Phönix und Uroboros,
- Tod und Auferstehung
1. Die Philosophie:
Alles fließt - Das Teil und das Ganze
 
Wo etwas fließt, muß es eine Quelle (einen Anfang) und eine Senke (ein Ende) geben -

Der Fluß als Symbol, als Modell des Energieflusses

Mein Modell hat seinen Ausgangspunkt weniger in der modernen zweihundertjährigen Physik als in jahrtausende-alten philosophischen Erkenntnissen. Die Analogie zu einem normalen Fluß bietet sich sehr gut an:

Berühmt sind die Aussagen Heraklits „Alles fließt“ - „Panta rhei“ und über den Fluß: „Man kann nicht zweimal im gleichen Fluß baden.“ Er wollte damit seine Erkenntnisse veranschaulichen über das Werden und Vergehen all dessen, was ist. Der Fluß ist einerseits in der Zeit in ständiger Veränderung, nie „sich selbst gleich“. Andererseits ist die Identität des Flusses, „Fluß“ zu sein und nicht See, Regenwolke oder Swimmingpool, gebunden an sein Fließen. Würde das Wasser in ihm zum Stillstand kommen, würde der Fluß aufhören, ein Fluß zu sein – ein Paradoxon.

Damit ein Fluß fließen kann, benötigt er dreierlei:

- Jeder Fluß hat (mindestens) eine Quelle, aus der er entspringt. Das Wasser war, ehe es „Fluß wurde“ etwas anderes: Bodenwasser.

- Das Wasser fließt nur, wenn es ein Gefällte hat oder mit einem starken Druck aus der Quelle gepreßt wird. Während seines Fließens „bewirkt“ der Fluß einiges: er kann Schiffe transportieren, Turbinen antreiben, Felder bewässern, Fische ernähren. Der Fluß „wechselwirkt“ mit seiner Umgebung.

- Er endet, geht also in etwas anderes über. An einem Punkt hört das Wasser auf, „Fluß zu sein“ – es verändert sich, wird Meer oder See oder wieder Bodenwasser.

Alles Seiende ist im Fluß, ist "Werden und Vergehen"

Analog dem Fluß verhält es sich mit allem Seienden, mit allem, was „wirklich“ ist. Alles Sein durchläuft in seinem Werden und Vergehen die drei Phasen: Geburt (Beginn, Quelle) – Leben (Wirken, Fließen) – Tod (Ende, Senke).

Das Leben des Menschen zeigt sehr anschaulich dieses ständige Werden und Vergehen, das „Fließen“ des Seienden, die ständige Veränderung der Individualität. Zwischen Geburt (die Mutter als Quelle) und Tod (das Grab als Senke) ist der Mensch wie der Fluß kein statisches, gleichbleibendes Sein. In jedem Augenblick zwischen diesen beiden Punkten ändert sich der Mensch. Er steht in ständiger Wechsel-Wirkung mit der Umwelt: er nimmt Luft, Wasser, Nahrung, Information auf, gibt andere Luft, anderes Wasser, verbrauchte Nahrung, verarbeitete Information ab.
Von außen und von innen gesehen, ist die Existenz des Menschen als ein „Quelle – Senke – System“ beschreibbar. Je nach Sicht kehren sich Quelle und Senke um: von innen gesehen ist das Einatmen die Quelle der Luft, das Ausatmen die Senke. Von außerhalb gesehen stellt der Mensch eine Luft – Senke dar beim Einatmen, eine Luft-Quelle beim Ausatmen. Kommt diese Wechselwirkung, dieses Quellen und Sinken, dieser ständige Austausch mit der Umwelt zum Stillstand, führt das zum Tod, zum Ende der Existenz, der Mensch kann nicht mehr sein.
Diese Wechselwirkung hat zur Folge, daß der gleiche Mensch die Atome und Moleküle, aus denen er besteht, innerhalb von sieben Jahren völlig austauscht, nach sieben Jahren er selbst und gleichzeitig „ein ganz anderer“ ist, so wie ich es auch bei der Puppe „Fridolin“ machen wollte, damit sie länger „lebt“.

Der Mensch ist also in seiner Existenz so paradox wie der Fluß: er ist nur solange stabil, „er selbst“, wie er sich ständig ändert. Er ist in seiner Identität sich ständig „gleich“ und ständig ist er „ein anderer“.

Das Seiende als System - Systemerhaltung als Wechselwirkung mit der Umwelt
Analog gilt diese Eigenschaft für jedes System: auch ein Auto, ein Haus, ein Computer altern, verschleißen und gehen kaputt, wenn sie nicht ständig instandgehalten, repariert bzw. modernisiert werden: wenn nicht ständig einzelne Bestandteile ausgewechselt werden. Das abstrakte „Ding an sich“ ist ein „totes Ding“, eines, das nicht existieren kann, nicht existiert, weil es sofort mit seiner Geburt sterben würde – weil es keine Beziehung, keine Wechselwirkung mit seiner Umgebung hat.

Sein und Wechselwirkung eines Systems mit seiner Umwelt gehören zusammen.
Das Atom als selbst-erhaltendes System

Diese Erkenntnisse lassen sich nun auf das Atom als System anwenden:
die Stabilität des Atoms ist gebunden an den ständigen Energieaustausch mit der Umwelt.


Es ist sich nur deshalb gleich, weil es – als fließende Energie angenommen - einerseits in der Masse (Menge) dieser Energie konstant ist, gleich bleibt, andererseits diese Energie, dieser Energiestrom ständig ein anderer ist.  Vorstellen kann man es sich so: wenn in einer Badewanne ständig die gleiche Menge Wasser ist, kann man von außen nicht bzw. kaum erkennen, ob es das gleiche Wasser ist, oder ob ein ständiger Zufluß und Abfluß stattfindet, der sich in der Menge aufhebt. Anders ausgedrückt:
Wenn das ständige Fließen, die ständige Veränderung die Grundeigenschaft allen Seins ist, dann muß dieses allgemeine Wissen auch in ein modernes Atom-Modell einfließen.

Genau das habe ich getan:
Mit „Fridolin“, dem Modell von Quelle und Senke, wird dieses ständige Werden und Vergehen auf atomarer Ebene vorstellbar.

Die Beziehung von Teil und Ganzem als allgemeingültig und anwendbar auch auf das Atom
Eine ebenso interessante philosophische Fragestellung ist die nach der Identität von Teil und Ganze“.
Leider kann ich dieses, mein Lieblingsthema im Zusammenhang mit „Fridolin“, jetzt nur andeuten:
Die Identität von Teil und Ganzem wird am besten in dem Satz ausgedrückt:
"Das Teil spiegelt das Ganze, im Teil spiegelt sich das Ganze."

Eine Frage biete ich an:
Wenn diese Beziehung von Teil und Ganzem ebenfalls ganz allgemein ist, dann muß sie auf allen Ebenen des Seins, in allen Bereichen erkannt werden können: – wie erkennt man sie auf der Ebene des Atoms?

Wenn  das Ganze sich im Teil spiegelt, wie spiegelt sich im Atommodell „das ganze Universum“?

Was meinte, was wußte Lord Kelvin, als er sinngemäß formulierte, Energie sei das kleinste gemeinsame Vielfache des Universums?

Die sogenannte holographische Sicht, die diese Beziehung von Teil und Ganzem untersucht, bedeutet auf das Atom angewandt:
kein „Teilchen“ ist abgegrenzt vom Ganzen: es hat „unendliche Reichweite“.

Im klassischen Atommodell ist das über die Gravitationskraft mit ihrer unendlichen Reichweite dargestellt, wenn auch ziemlich abstrakt.
Hat der Energie-Strom ein Ziel?
In meinem Atommodell hat das einzelne „Teilchen“ – die Quelle (das Proton) bzw. die Senke (das Elektron) kein räumliches „Ende“: da jede Quelle im Prinzip Energie an alle Senken des Kosmos ausstrahlen kann und jede Senke im Prinzip Energie aus jeder Quelle des Kosmos bekommen kann, ist „alles mit allem“ verbunden“, „alles in allem enthalten“.

Nun können die Energieströme aus der Quelle „ziellos“ in die Umgebung strömen und die Senken ihre Energie „richtungslos“, aus allen Richtungen der Umgebung einsaugen (das entspricht den klassischen Begriffen „Chaos“ bzw. „Entropie-Maximum), sie können aber auch eine „Auswahl“ treffen. Der physikalische Begriff, der sich hier anbietet, ist Resonanz, der ihr entsprechende philosophische Begriff ist die Harmonie. Auch der Begriff der Information spielt mit hinein. In diesem  Sinne bedeutet für die Energieströme "eine Auswahl treffen"  das gleiche wie "Zielgerichtetheit".
In diesem Zusammenhang werden die Begriffe Druck und Sog noch einmal äußerst wichtig: "drückt" etwas (Energie, Wasser, Gas) aus einer Quelle, ist das sich ergebende Fließen nicht notwendig auch zielgerichtet, das Ansaugen von Energie, Wasser oder Gas ist jedoch immer zielgerichtet.  (siehe auch  Physik > Bewegung > Druck + Sog)

Diese Frage, inwieweit „Zielgerichtetheit“ in der Physik eine Rolle spielt, will ich im folgenden Abschnitt andeuten, nur andeuten.
2. Die Theologie: Gotte Atem und das Prinzip der kleinsten Wirkung
creatio continua - die ständige Schöpfung

Ein Bild sagt:
„Wenn Gott aufhört zu atmen, hört die Welt auf zu existieren.“

Diese Vorstellung ist in meinen Augen wunderschön. Ein weiteres Bild ist die „creatio continua“, die „ständige Schöpfung“.

In verschiedenen Vorstellungen von der Weltentstehung ist die Existenz von realer, wirklicher Welt und transzendenter, jenseitiger Welt elementarer Bestandteil.

In der Schöpfungsgeschichte der Bibel heißt es zum Beispiel: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.“ (1. Buch Mose, 1,1) Die „Erde“ steht hier als Bild für die „irdische, wirkliche“ Welt, der „Himmel“ als Bild für die „himmlische, transzendente Welt“. Offensichtlich spiegelt sich in diesem einen Satz uraltes Wissen über diese beiden Welten.

In der materialistisch-physikalischen Sprache heißen diese beiden Welten: reale Welt bzw. vierdimensionale Raumzeit und Informationswelt bzw. „höhere Dimensionen“.

Evolutionstheorien sagen: nichts bleibt sich gleich, alles Bestehende ist in ständiger Änderung.
Sofort ergibt sich die Frage:
Wohin führen diese Änderungen? Sind sie zufällig oder zielgerichtet?
Hier scheiden sich die Geister.

Sind Ziel-gerichtetheit und  Physik unvereinbar?
Zielgerichtetheit und Sinnhaftigkeit allen Seins war ein wesentliches Dogma der Theologen. Dieses zu hinterfragen, war eine Zeitlang lebensgefährlich.

Nachdem die Theologen ihren Kampf gegen die Wissenschaftler verloren hatten, rächten sich letztere, indem sie das „Dogma“ der Zielgerichtetheit und Sinnhaftigkeit generell ablehnten. Das kam der „Abschaffung Gottes“ gleich. Das Ergebnis: Ein Wissenschafter darf „privat“ an Gott glauben, will er jedoch Zielgerichtetheit (Teleologie) in wissenschaftlichen Arbeiten für möglich halten, wird ihm von vornherein Unwissenschaftlichkeit unterstellt.
Causa efficiens UND causa finalils? - Max Planck und das Prinzip der kleinsten Wirkung

Ein (das?) Grundprinzip der Physik ist das Prinzip der kleinsten Wirkung. Diese Erkenntnis ist so peinlich, daß sie meist gar nicht oder nur am Rande erwähnt wird.

Max Planck bejubelte sie:

„Es ist gewiß nicht verwunderlich, daß die Entdeckung dieses Gesetzes, des sogenannten Prinzips der kleinsten Wirkung, nach welchem später auch das elementare Wirkungsquantum seinen Namen bekommen hat, seinen Urheber Leibnitz, ebenso wie bald darauf dessen Nachfolger Maupertius, in helle Begeisterung versetzt hat, da diese Forscher darin das greifbare Walten einer höheren, die Natur allmächtig beherrschenden Vernunft gefunden zu haben glaubten.
In der Tat, durch das Wirkungsprinzip wird in den Begriff der Ursächlichkeit ein ganz neuer Gedanke eingeführt: zu der Causa efficiens, der Ursache, welche aus der Gegenwart in die Zukunft wirkt und die späteren Zustände als bedingt durch die früheren erscheinen läßt, gesellt sich die Causa finalis, welche umgekehrt die Zukunft, nämlich ein bestimmt angestrebtes Ziel, zur Voraussetzung macht und daraus den Verlauf der Vorgänge ableitet, welche zu diesem Ziele hinführen.
Solange man sich auf das Gebiet der Physik beschränkt, sind diese beiden Arten der Betrachtungsweise nur verschiedene mathematische Formen für ein und denselben Sachverhalt, und es wäre müßig zu fragen, welche von beiden der Wahrheit näherkommt.“

(siehe Quellen - Kürzel: Planck, M. und Fremdtexte > Planck, M. )

Kann man irgendwo im Kosmos Zielgerichtetheit beobachten?

Anders gesagt:
Die Physik selbst kann das Wirken einer „Zielursache“ nicht ausschließen.

Die Frage, ob die Entwicklung des Kosmos ein Ziel hat, ist viel einfacher zu beantworten, als man glaubt. Voraussetzung ist lediglich, man akzeptiert die Erkenntnis, daß „das Teil das Ganze spiegelt“, „das Ganze sich im Teil spiegelt“. Wenn also in irgendeinem Teil des Kosmos zielgerichtetes Handeln zu beobachten ist, dann handelt der Kosmos „in diesem Teil seiner Selbst“ zielgerichtet.
Zum Vergleich: Wenn „ich sehen kann“, sieht auch nur „ein Teil von mir“, ich sehe mit den Augen und nicht mit den Füßen. Wenn ich mit dem Ziel in die Küche gehe, mir eine Tasse Kaffee zu kochen, handele ich zielgerichtet. Wenn ich Teil des Kosmos bin, handelt der Kosmos in mir zielgerichtet.

Die Frage links ist übrigens auch schon die Antwort: Beobachten ist eine zielgerichtete Aktion. Indem der Physiker beobachtet, verursacht er einen zielgerichteten Prozeß.

Das Wirken mehrerer Ursachen in einem Ereignis In meinem Modell sehe ich die alte philosophische Lehre von der Causa efficiens und der Causa finalis (die Annahme der Wirkung mehrerer Ursachen auf verschiedenen Ebenen), in folgender Weise vorstellbar:

Causa efficiens als Energiedruck der Quelle, der Sog der Senke als Causa finalis.
3. Die Symbolik
Werden und Vergehen, Phönix und Uroboros, Tod und Auferstehung
Verändert sich alles oder bleibt alles wie es ist?

 Zwei Grundvorstellungen über das Sein erscheinen jede für sich paradox:
-  die „lineare“ Vorstellung besagt: Sein hat einen Anfang und ein Ende. Sofort ergibt sich für den gesunden Menschenverstand die Frage: Was war zuvor, was folgt danach?
-  die „kreisförmige“ Vorstellung besagt: Alles bewegt sich in einem ewigen Kreislauf ohne Anfang und Ende, alles ist in ständiger Wiederholung. Diese Vorstellung stellt Entwicklung generell in Frage, impliziert sofort die Frage nach dem „Sinn“ des ganzen: „Wozu soll das „gut“ sein, diese ständige Wiederholung?“ Wie kann etwas „sein“ ohne „entstanden zu sein“?

Die Vorstellungen von „Ewigkeit“ und „Entwicklung“ schließen sich aus. Ewigkeit ist nur denkbar im „Sich - ewig – gleich – bleiben“. Eine „ewige Veränderung“ ist„undenkbar“. Akzeptieren wir, daß es Veränderung und Entwicklung gibt, müssen wir auch akzeptieren, daß es ein „Ende“ gibt – oder etwa nicht? So widersprüchlich in sich jede dieser Vorstellungen ist, so „einleuchtend“ ist die Vorstellung, daß nur die eine oder andere Variante richtig sein kann.
Kann beides gleichzeitig richtig sein?

Der Uroboros als  Symbol für Werden und Vergehen
In allen Kulturen hat es zu allen Zeiten Vorstellungen gegeben von einem ewigen Werden und Vergehen – Ewigkeit und Veränderung wurden in diesen Bildern und Symbolen anschaulich gemacht. Eines dieser Symbole ist der Uroboros, die sich in den Schwanz beißende Schlange, die sich auffrißt und dadurch ständig neu erschafft. Ebenfalls gut bekannt ist das Yin-Yang – Symbol.
 
Uroboros aus Afrika

„Der sich in den Schwanz beißende Uroboros ... der ewige Kreislauf von Des- und Reintegration“, „Er ist der Zyklus von... Kraft, die sich fortwährend verbraucht und erneuert; der ewige Kreislauf; ... die Möglichkeit vor der Verwirklichung. ... Unsterblichkeit, Ewigkeit und Weisheit ... Scheinbar unbeweglich, ist er andererseits ein perpetuum mobile,...“
(aus dem "Lexikon alter Symbole", siehe Quellen)

PS.: Symbolsprache ist eine typisch "weibliche" Sprache.

Quelle der Abbildung: Lexikon alter Symbole - siehe auch in Abbildungen
Es sind viele Symbole für Werden und Vergehen bekannt.
Auffällig ist, daß dieses Symbol, das es in allen Kulturkreisen gibt, in unserem Kulturkreis relativ unbekannt ist. Zufall oder Absicht?

Wer kennt nicht die Geschichte von A. Kerkulé, der nach einer chemischen Formel für das Benzol suchte, bis ihm im Schlaf eine Schlage erschien, die sich in den Schwanz biß? So fand er mit Hilfe des Analogieschlusses sein Modell: den Benzolring.

Aus der Vielzahl der Symbole, in denen das Werden und Vergehen mit dem ewigen Sein zu einem Bild verschmilzt, möchte ich noch nennen:
- der Feuervogel Phönix, der stirbt und aus der Asche neu geboren wird – ein Symbol, das in allen Erdteilen in der einen oder anderen Form vertreten ist, das auch zum Symbol für Tod, Auferstehung und ewiges Leben von Christus wurde;
- der Sonnengott, der abends stirbt und morgens zu neuem Leben erwacht,
- die Spirale bzw. Doppelspirale.
Die Bedeutung des Symbols der Spirale und der Doppelspirale
 Über die Spirale schreibt das „Lexikon alter Symbole“ (siehe Quellen - Symbole-Lex.)) unter anderem (Hervorhebungen von mir - B. K.):

"Die Spirale ... ist auch ein Wirbel; die große Schöpferkraft; ... . Die Spirale kann sich ausdehnen und zusammenziehen und ... analog dazu, Wachstum und Expansion einerseits und Tod und Kontraktion andererseits, Auf- und Abwicklung, Geburt und Tod darstellen und auch Kontinuität bedeuten. ... Als der Luftwirbel .. und die Bewegung des Wassers bedeutet sie Fruchtbarkeit und den dynamischen Aspekt der Dinge. ... die Spirale und der Wirbelwind haben besonders als Manifestation der Energie in der Natur die gleiche Symbolik. ... Auf der metaphysischen Ebene symbolisiert die Spirale die Reiche des Seins, Wanderungen, das Umherirren der Seele in der Manifestation und ihre schließliche Rückkehr zum Zentrum.
Die Doppelspirale stellt das Anwachsen und Abnehmen solarer oder lunarer Kräfte dar sowie den Rhythmus von Evolution und Involution, ...“

Daher halte ich für das Atommodell „Fridolin“, das den Energiefluß in der Wirklichkeit von der Quelle bis zur Senke verdeutlichen will, die Doppelspirale für das geeignetste Symbol:

 

Doppelspirale

  Fortsetzung des Textes in "4. Die Physik"
Eine "weibliche" Physik  / Atommodell / Fridolin / 3. Die Philosophie