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  31. 10. 2007
Grundfragen der Physik,
neu gestellt und beantwortet von einer Frau
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Struktur Atommodell Mathematik
1. Vor-Spiel
 
Denkmöglichkeit für ein neues Atommodell - "Gestatten, Fridolin"
1. Das Vorspiel - wie es zu der Broschüre und dem Namen für das Atommodell kam

 
  2. warum ein Atommodell den Namen "Fridolin" bekam
  3. eine Betrachtung über den Zusammenhang von Wissenschaft und Spiel
4. eine Frage, ob „neues Denken“, „Neues denken“ denkbar ist oder ob die Angst vor dem Neuen das nicht erlaubt
1.Wie es zu dieser Broschüre kam
 
Nachdem mir die Idee zu dem Modell im Juli 1998 gekonnen war, schrieb ich einzelne Personen an und bat sie um Kenntnisnahme und Reaktion.  Als das Echo ausblieb, fertigte ich einen ausführlichen Text an, von dem ich hoffte, daß er bei Physikern, Philosophen, Theologen und philosophisch-naturwissenschaftlich interessierten Laien Interesse an meinem Modell wecken könnte. Doch der Schnellhefter mit den etwa 20 Seiten war nicht handlich genug. Geld, ein Broschüre drucken zu lassen, hatte ich nicht. So begann ich, selbst am Computer eine Broschüre anzufertigen. In dem Schulheftmaß DIN A 5 brachte sie es auf stolze 40 Seiten, den  Einband einbezogen. Die Graphik auf dem Titel hatte ich selbst entworfen. Mehr zu den Hintergründen der Doppelspirale finden sich im dritten Abschnitt "Die Philosophie".
  Da alles mit einer Gedankenspielerei begonnen hatte, betonte ich in ihr den spielerischen Charakter meiner Idee und brachte das auch im Titel zum Ausdruck:
 

Gestatten, Fridolin

Eine Einladung
zu einem Gedanken - Experiment,
zu einem Spiel mit und in Gedanken
über ein neues Modell,

ein Atom - Modell
von
Brunhild Krüger

Titelblatt der Broschüre
2. Warum ein Atommodell den Namen "Fridolin" bekam
 
Als ich vier Jahre alt war, hatte ich eine alte, kaputte Puppe, Fridolin mit Namen. Der verdanke ich die größte Erkenntnis meines Lebens:
Eines Tages sagte ein Erwachsener zur mir:
„Dein Fridolin ist ja schon so kaputt und alt. Möchtest du nicht eine neue Puppe haben? Fridolin werfen wir weg.“

Voller Entsetzen begann mein Gehirn ganz schnell zu arbeiten, um die Puppe zu retten. Schüchtern schlug ich vor:
„Fridolin muß nicht weggeworfen werden, er braucht nur neue Arme, neue Beine, einen neuen Kopf und einen neuen Bauch.“

In diesem Augenblick, als der Satz ausgesprochen war, durchzuckte mich die Frage:
Was unterscheidet diesen „neuen Fridolin“ denn dann noch von einer völlig neuen Puppe?

Ich fand das so komisch, daß ich lachen mußte. Der Erwachsene lachte auch – später begriff ich, daß er mich für blöd gehalten hatte mit meinem „dummen“ Vorschlag. Denn ihm war sofort klar, daß das dann ebensogut gleich eine neue Puppe sein kann.

Übrigens, was meinen Sie – ist Fridolin, wenn man ihm nach und nach die einzelnen Körperteile erneuert, noch Fridolin, oder ist es eine neue Puppe?

Diese Episode halte ich deshalb für erwähnenswert, weil ich damals von einem Augenblick zum anderen etwas „wußte“, was ich erst viel später und durch jahrelange Beschäftigung mit Mathematik, Physik und Philosophie verstand: der allmähliche Austausch von Teilen eines Systems hält dieses stabil, verhindert seine Alterung. Die Identität bleibt erhalten, obwohl oder gerade weil sich dieses System ständig ändert und erneuert. Ohne den Austausch von Teilen des Ganzen würde das Ganze, das System „sterben“, "vergehen" : Panta rhei – alles fließt (Heraklit)

Diese Gedanken, daß „alles, was existiert, nur existieren kann, wenn es sich ständig verändert, Veränderung die Grundeigenschaft allen Seins ist,“ wurden zu einem wesentlichen Ausgangspunkt für meine Sicht auf das, was „die Welt im Innersten zusammenhält“, für mein Atommodell. Und deshalb heißt es halt „Fridolin“.
3. Wissenschaft und Spiel  - paßt das zusammen?
Dieser Text stand auf der Rückseite der Broschüre:

Kann man mit den Erkenntnissen der Wissenschaft, mit neuen und alten Gedanken SPIELEN?

In diesem kleinen Heftchen wird das Ergebnis eines solchen Gedankenspiels vorgestellt:
ein  neues Atommodell, eine neue Sichtweise auf die Materie.

Aber ach, sieht man genauer hin, ist es überhaupt nichts „Neues“. Das, was hier steht, ist alles schon bekannt – es wurde nur noch nicht in diesem Zusammenhang dargestellt. Es ist ein Spiel, also, seien Sie schön vorsichtig.

Mancher Gedanke in dieser Broschüre mag
einfach und selbstverständlich aussehen,
er rüttelt jedoch an „Grundfesten“ der gegenwärtig
herrschenden Lehrmeinungen in Physik und Philosophie.
Seine Sie vorsichtig – es könnte sein, daß nach dem Lesen
dieses kleinen Textes
die Welt für Sie völlig anders aussieht.
Im wahrsten Sinne des Wortes.

4. Über Denkgewohnheiten und die Angst vor dem Neuen
 

Als das neue Modell, die Erde sei keine Scheibe sondern eine Kugel, gedacht war, konnten dem viele nicht folgen. Das Hauptproblem war die Denk-Gewohnheit: es war einfach „unvorstellbar“, daß es auch „ganz anders“ sein könne.
Die Gewohnheit gibt Sicherheit. Neue Gedanken, neue Modelle machen Angst, verbreiten Unsicherheit, stellen altes Denken und altes Leben in Frage.
Als die Erde „aufhörte, eine Scheibe zu sein“, als sie „nicht mehr im Mittelpunkt stand“, warf das viele Menschen aus der Bahn. Waren die Form der Erde und ihr Platz im Kosmos etwa wichtig für das alltägliche Leben der Menschen? Was änderte sich schon? Der Acker des Bauern blieb flach. Man sah immer noch die Sonne auf- und untergehen.
Die alten Bilder von der Erde waren zu sehr gekoppelt an die Bilder von Gott, als daß nicht auch das alte Gottbild ohne Schaden hätte davonkommen können. Es war nicht nur eine Frage des Erkennen - Könnens, ob man bereit war, die neuen Modelle zu akzeptieren. Es war eine persönliche Frage: solange die Erde in der Mitte ruhte, ruhte auch der Mensch in der Geborgenheit Gottes. Nun stellten die neuen Modelle, die neuen Bilder von der Welt auch den Sinn des Lebens in Frage. Haltlos, ziellos, ruhelos begann die Suche nach einem neuen Sinn.

Die Angst vor dem Neuen bewirkte damals Verhaltensweisen, die wir heute als lächerlich empfinden.
Sind unsere heutigen Denkgewohnheiten für nachfolgende Generationen vielleicht auch ein Anreiz zum Lachen - über uns?

Sind wir heute besser? Können wir schneller „Neues denken“ , „um-denken“?
Lassen Sie es auf einen Versuch ankommen. Testen Sie, ob die folgenden Gedanken „denkbar“ oder „unmöglich“ sind in Ihren Augen. Prüfen Sie, ob Sie bisher lediglich alten Denkmodellen, Dogmen und Schablone, alten Gewohnheiten folgten oder ob das, was Sie „wissen“, wirklich „sicher“ ist. Können Sie sich Ihr jetziges Wissen auch in anderen Begriffen, Bildern und Zusammenhängen vorstellen?

„Sie waren sicher und sie irrten sich doch.“*


* Voltaire: Abbé Beichtskind Cartesianer - Philosophisches Wörterbuch; unter: „Gewißheit“

  Fortsetzung des Textes in "2. Das Modell"
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