Struktur der Materie
Die Vielfalt der Vorstellungen - ein ungeahnter Erkenntnisschatz |
Viel zitiert, wohl bis heute nicht erreicht:
Daß ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält.
(Faust - Der Tragödie erster Teil, Nacht)
Die Struktur der Materie
* gibt noch immer viele Rätsel auf. Die meisten gegenwärtigen Vorstellungen von ihr basieren letztendlich auf dem Atommodell von Rutherford: einem Atomkern, der von Elektronen umkreist wird bzw. von Elektronen- oder Ladungswolken umgeben ist. Darüber wird meist vergessen, daß es parallel zu diesem Bild andere Vorstellungen gegeben hat, die durchaus informativ und nachdenkenswert sind. Viele von ihnen wurden vergessen oder als unbrauchbar verworfen.
Die Tatsache,
daß auch heute viele Physiker ihre eigenen Vorstellungen entwickeln, die von den Lehrmeinungen abweichen, zeigt, daß letztere noch immer nicht "der Weisheit letzter Schluß" sind, noch nicht wirklich befriedigende Antwort auf die Frage geben, was denn nun "die Welt im Innersten zusammenhält".
Auf dieser und den Folgeseiten will ich
einige Beispiele für unbekannte oder kaum bekannte Modelle von der Struktur der Materie vorstellen bzw. mich kritisch mit den traditionellen Atommodellen auseinandersetzen: so zeige ich bei einem der Lehr-Modelle (Rutherford), daß es sein Erklärungspotential noch nicht ausgeschöpft hat und daß die Sicht der Atomistik auf das Atom einseitig ist. Andererseits versuche ich zu begründen, warum
das Modell "die Materie als Kontinuum" stärker integriert werden muß. Dieses Thema wird keine der üblichen Darstellungen der Vorgeschichte heutiger Atommodelle.
* In diesem Thema geht es um verschiedene Vorstellungen über die Struktur der Materie
aus physikalischer Sicht.
Allgemeine Fragen im Zusammenhang mit dem Materie-Begriff aus philosophischer
und physikalischer Sicht
werden in "Physik" » Materie erörtert. |