Einleitung
Mit der Atomistik-Lehre ist die eine Bedeutung des Wortes "Atom" - obwohl sie fast immer am Anfang eines Themas zur Atomphysik erwähnt wird - praktisch verlorengegangen. Als im 19. Jh. das Atom wieder stärker ins Visier der Physik rückte, wurde diese zweite Bedeutung jedoch noch allenthalben vertreten:
"Das Unteilbare": damit wurden auch größere Ganzheiten bezeichnet, die heute eher unter dem Begriff "System" angesiedelt sind: alles, was in seinem Wesen zerstört wird, sobald man es teilt: auch die "ganze" Erde ist ein System bzw. ein "Atom", der lebende Mensch, selbst ein "ganzes" Auto kann als System / Atom / Ganzheit angesehen werden: sobald etwas abgetrennt wird oder seine Funktion nicht mehr ausüben kann, wird das Ganze beeinträchtigt oder zerstört, es wird "krank", geht "kaputt" oder "stirbt". Dann kann es ggf. "repariert", "wieder ganz", "heil" oder "gesund" gemacht werden: die Ganzheit kann wieder hergestellt werden.
In diesem Sinne wurde der Begriff "Atom" im 19. Jh. verstanden und verwendet.
Doch zunehmend wurde der Begriff nur noch auf das kleinste "nicht weiter chemisch teilbare" Teilchen der Materie angewandt, Als entdeckt wurde, daß das, was man in Chemie und Physik mit "Atom" bezeichnete, doch weiter teilbar war, geriet
die umfassendere Bedeutung des Wortes "Atom" mehr und mehr in Vergessenheit.
Daß sich im Begriff des Atoms, des "Unteilbaren", heute die alternativen Ganzheitslehren mit der klassischen atomistischen bzw. Elementarteilchenphysik treffen könnten, wird u. U. den meisten Physikern unbekannt sein und den Nichtphysikern schlichtweg unvorstellbar erscheinen.
Doch darüber hinaus hat dieser Begriff noch mehr verwischt, verschleiert und unkenntlich gemacht, was es an der Struktur der Materie zu entdecken gab.
Es gibt vieles zu diesem Begriff zu sagen, für den Anfang beschränke ich mich auf drei Themen: