www.eine-weibliche-physik.de -   Startseite   »  Struktur der Materie   »  Das Atom  
07. 10. 2009  
Grundfragen der Physik,
neu gestellt und beantwortet von einer Frau
Startseite Inhalt Neues Fremdtexte Kinder-Spiel Wittenberg
Struktur Atommodell Mathematik
Struktur
Das Atom
Das Atom
Ein Begriff und seine doppelte Bedeutung

 Einleitung
 Mit der Atomistik-Lehre ist die eine Bedeutung des Wortes "Atom" - obwohl sie fast immer am Anfang  eines Themas zur Atomphysik erwähnt wird -  praktisch verlorengegangen. Als im 19. Jh. das Atom wieder stärker ins Visier der Physik rückte, wurde diese zweite Bedeutung jedoch noch allenthalben vertreten:
"Das Unteilbare": damit wurden auch größere Ganzheiten bezeichnet, die heute eher unter dem Begriff "System" angesiedelt sind: alles, was in seinem Wesen zerstört wird, sobald man es teilt: auch die "ganze" Erde ist ein System bzw. ein "Atom", der lebende Mensch, selbst ein "ganzes" Auto kann als System / Atom / Ganzheit angesehen werden: sobald etwas abgetrennt wird oder seine Funktion nicht mehr ausüben kann, wird das Ganze beeinträchtigt  oder zerstört, es wird "krank",   geht "kaputt" oder "stirbt". Dann kann es ggf. "repariert",  "wieder ganz", "heil" oder "gesund" gemacht werden: die Ganzheit kann wieder hergestellt werden.  In diesem Sinne wurde der Begriff "Atom" im 19. Jh. verstanden und verwendet.

Doch zunehmend wurde der Begriff nur noch auf das kleinste "nicht weiter chemisch teilbare" Teilchen der Materie angewandt, Als entdeckt wurde, daß das, was man in Chemie und Physik mit "Atom" bezeichnete, doch weiter teilbar war, geriet die umfassendere Bedeutung des Wortes "Atom" mehr und mehr in Vergessenheit.

Daß sich im Begriff des Atoms, des "Unteilbaren", heute die  alternativen Ganzheitslehren mit der klassischen atomistischen bzw. Elementarteilchenphysik treffen könnten, wird u. U. den meisten Physikern unbekannt  sein und den Nichtphysikern schlichtweg unvorstellbar erscheinen.
Doch darüber hinaus hat dieser Begriff noch mehr verwischt, verschleiert und unkenntlich gemacht, was es an der Struktur der Materie zu entdecken gab.

Es gibt vieles zu diesem Begriff zu sagen, für den Anfang beschränke ich mich auf drei Themen:
  1. Der Siegeszug der Atomistik  (erste Gedanken, wird weiter ergänzt)
  2. Die Verwischung des Gegensatzes Teilchen und Kontinuum durch das Ersatz-Gegensatz-Paar Teilchen und Leere
3. Die Ignoranz der Eigenschaften der Materie, die sich nur im Kontinuums-Begriff beschreiben lassen, durch den Welle-Teilchen-Dualismus
1. Der Siegeszug der Atomistik
 
Es war eine entsetzliche Entdeckung, als ich in dem Buch des amerikanischen Physikprofessors Heilbron über Max Planck las, mit welcher Macht die Atomistik durchgedrückt wurde gegen andere Auffassungen aus Kreisen der Wissenschaft.  Wir sind heute so sehr in diesem atomistischen Denken gefangen, daß wir uns gar nicht mehr vorstellen können, die Struktur der Materie anders als in den Begriffen von Atomen und Elementarteilchen zu denken. Dieser Begriff ist für uns so selbstverständlich, daß wir Wissenschaftler anderer Auffassungen nur müde belächeln.
Doch warum hat sich Max Planck so lange gesträubt, sie anzuerkennen, obwohl sein Beitrag zur Physik diese doch eigentlich unterstützte? Warum wurde ihm - wie Heilbron schreibt - der Nobelpreis so lange vorenthalten, bis er die Atomistik anerkannte? Irrt sich Heilbron oder was steckt dahinter?
siehe Quellen das Kürzel
Heilbron, J.
Noch spannender wird es, wenn man die Auseinandersetzung zwischen Max Planck und Ernst Mach liest. Es  sind nicht ihre unterschiedlichen Auffassungen, es sind die Auffassungen, in denen sie übereinstimmen, die zum Hemmnis weiterer Erkenntnis wurden!
Es ist jetzt Jahre her, daß ich dieses Material durchgearbeitet habe und zu dieser Einsicht gekommen bin, ich werde es irgendwann sichten und dann an konkreten Aussagen beweisen, was ich hier behaupte.
 
2. Die Verwischung des Gegensatzes Teilchen-Kontinuum durch das Ersatz-Gegensatz-Paar Teilchen und Leere
Teilchen und Kontinuum
Bei diesen Gegensatzpaaren haben wir es mit zwei aus dialektischer Sicht "Gegensätzen" unterschiedlicher Qualität zu tun:
Das Teilchen (Atom, Elementarteilchen, Quant, Quark, ...) ist ein Spezialfall des Kontinuums (der  Materie in ihrer Gesamtheit), es verhält sich  zum Kontinuum wie das Wort Pudel zum Begriff Hund: alle Pudel sind Hunde, aber nicht jeder Hund ist ein Pudel.
So ist jedes Teilchen "Teil" der Materie in ihrer Gesamtheit, aber nicht alle Erscheinungen der Materie lassen sich mit Hilfe des Teilchenbegriffs erfassen.
 
Teilchen und Leere
Mit dem Begriff der Leere wird ein Gegensatz ganz anderer Art geschaffen: wo ein Teilchen ist, ist keine Leere, wo Leere ist, ist kein Teilchen. Teilchen und Leere sind ein im dialektischen Sinne sich gegenseitig ausschließender Gegensatz. Das Problem ist, ob es diesen Gegensatz wirklich gibt.
Ich hatte eine heftige Diskussion mit einem Anhänger des Begriffs der Leere bei der ich einsehen mußte, daß es nicht möglich ist, diese Dualität "Teilchen-Leere", so sie sich in der Denkmethodik eines Menschen festgesetzt hat, aufzulösen. Sie ist so schön einfach, anschaulich, bequem. Mit ihr braucht man sich keine Mühe mehr zu machen, weiter zu denken ...
 
Leere gibt es nicht

Doch der Begriff der "Leere" stammt aus einer Zeit, als die Materie nur in körperlich-stofflicher Form gedacht wurde, als Felder, Kraftwirkungen usw. nicht bekannt waren.
Heute ist bekannt, daß es diese "Leere" überhaupt nirgends gibt. Beispielsweise geht man davon aus, daß selbst im Weltall eine Mindest-Teilchen-Dichte von 1 Wasserstoffatom / cm3 vorhanden ist.
Erkennt man die Materialität   von Feldern an, gibt es überhaupt keine Leere. Der Raum ist überall mit Materie (Teilchen und Feldern) gefüllt.

zur Materialität - siehe Physik » Materie
3.  Die Ignoranz der Eigenschaften der Materie, die sich nur im Kontinuums-Begriff beschreiben lassen, durch den Welle-Teilchen-Dualismus
Noch verheerendere Folgen hat die Konzentration der Beschreibung der Materie in den polaren Begriffen von Welle und Teilchen auf das Verständnis der Eigenschaften der Materie.  Bei meinen Arbeiten mußte ich immer mehr erkennen, daß dieser polare Gegensatz  der "männlichen" Denkmethode entsprungen ist, während die "weibliche" Denkmethode in ihrer komplexen Sichtweise "darüber hinaus" sieht und erkennt:    
siehe auch hier in diesem Thema Kontinuum 
 
Diese beiden Begriffe genügen nicht. Materie zu beschreiben verlangt  auch, das Erklärungspotential des Kontinuums bewußt als dritten Aspekt mit in die  Modellbildung des Atoms zu integrieren.
Die Wirbelmodelle und die Kraftzentrum-Vorstellungen vom Atom berücksichtigen diesen Aspekt.
siehe z. B. in diesem Thema in Kelvin 
und in neue Modelle
 
Für mich ergibt sich nun die Frage: warum haben die meisten Physiker diese Tatsache bisher nicht erkannt und berücksichtigt?
 
"Steter Tropfen höhlt den Stein."
Stein und Wasser
Der Stein gilt als Symbol "männlicher" Denkungsart, das Wasser als Symbol "weiblichen" Denkens. Besser kann man das "Teilchen"- und "Kontinuums"-Denken gar nicht anschaulich machen.  
siehe hierzu  auch Denkprinzipien und Stein und Wasser
Eine "weibliche" Physik  / Struktur der Materie / Das Atom