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07. 10. 2009
Grundfragen der Physik,
neu gestellt und beantwortet von einer Frau
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Physikerinnen
NuT e.V.
 


Der Verein NuT e.V.
"Frauen in Naturwissenschaft und Technik"

Der Verein "NuT e.V." - Frauen in Naturwissenschaft und Technik ist im WEB erreichbar über www.nut.de
Er existiert seit reichlich 20 Jahren und  zur Zeit wird aktiv daran gearbeitet, ihn wieder zu beleben, nachdem in den vergangenen zwei Jahren es Überlegungen gab, ob er aufzulösen sei oder wie er ggf. zu retten sei.

rechts: das Logo des Vereins    
Logo des Vereins NuT e.v.
  1. NuT e. V. - erste Information  (2006)
  2. NuT  e. V. - zweite Information  (2008)
  3. Die Schriftenreihe
  4. Gedanken zur Zukunft des Vereins (meine)
5. Der Stand Ende 2008

1. NuT e. V. - erste Information  (2006)
 
Der Verein war ein Ergebnis der Kongreßbewegung FiNuT - nicht umgekehrt, wie man vermuten könnte. NuT e. V. ist nicht zuständig für die Organisierung der Kongresse "Frauen in Naturwissenschaft und Technik", obwohl er den gleichen Namen trägt: "Frauen in Naturwissenschaft und Technik e. V."
Eine Geschäftsstelle hat ihren Sitz in Berlin. Dort gibt es auch eine Bibliothek, aus der man sich Bücher ausleihen kann.
Die Hauptaktivitäten sind aktive Unterstützung der FiNuT-Kongreßbewegung, die Herausgabe einer Schriftenreihe und eines Rundbriefes, der ca.  2 - 3mal im Jahr erscheint.  Die meisten Mitglieder (ca. 300 ?) sind Unterstützungsmitglieder, es gibt - wie ja auch in anderen Vereinen - nur einen kleinen Kreis wirklich aktiver Frauen.
Durch Doppelmitgliedschaften  in NuT e.V. und z.B. dem Deutschen Ingenieurinnenbund sind Netzwerke entstanden.
Es scheint, daß die allgemeine Aufbruchstimmung etwas nachgelassen hat mit den Jahren, man weiß nicht so richtig, was man noch tun kann. So sind teilweise Gesprächskreise  wie der in Berlin wieder eingeschlafen.  Ich kann nicht sagen, wie intensiv das Angebot von Referentinnen, die  durch NuT e. V. angeboten werden, tatsächlich genutzt wird.

Mit dieser Information möchte ich auf  den Verein aufmerksam machen, da er in der Öffentlichkeit  fast gar nicht bekannt ist.  Vielleicht fehlt ja nur etwas "frisches Blut", um den Verein wieder mehr Schwung zu geben und die eine oder andere von Ihnen hat Lust, dort mitzuarbeiten?
Diesen Text habe ich ca. Anfang 2006 so formuliert. Damals war noch nicht abzusehen, was ich nun unter 2. schreiben muß.
2.  NuT e. V. - zweite Information (2008)
Rundbrief vom Januar 2007
Darin wurde erstmals die Frage diskutiert, ob und wie es mit dem Verein weitergehen kann. Auch auf dem FiNuT-Kongreß 2007 diskutierten die Frauen darüber. Ich gebe hier einige Gedanken aus dem Rundbrief wieder:
 
 
"Die Probleme bei NUT basieren auf dem Unterschied zwischen den hohen Ansprüchen und dem geringen Engagement. Das hat dann vielfältige Folgen.
Wegen dem geringen Engagement ist es schwierig den Vorstand zu besetzen. Es bleibt auch zu viel Arbeit am Vorstand hängen. Die Anzahl der Mitfrauen sinkt. NUT gelingt es kaum noch, neue und/oder junge Frauen einzubinden..."

Erinnert wird an die Vorstellungen und Ziele der Gründerzeit und vor allem daran, wie wichtig es für Frauen ist, sich kontinuierlich mit feministischen Inhalten auseinanderzusetzen und sich untereinander austauschen zu können.
Zitat aus dem Rundbrief vom Januar 2007
 
Im Februar 2008 wollen die  Frauen beraten, wie / ob es mit dem Verein weitergehen kann. Seit  rund einem Jahr wird diese Frage diskutiert.  Ich hätte mich gern an dieser Diskussion beteiligt, doch sind die Kosten zu hoch. 100 Euro wären einzuplanen. Selbst wenn der Verein anbot, im Einzelfall auch diese zu übernehmen, kommen weitere, für mich nicht finanzierbare Ausgaben hinzu, so daß ich  mich - außer mit einem Brief, der in einem Rundbrief veröffentlicht wurde (siehe 4.) - nicht an dieser Diskussion beteiligen kann.
Inzwischen tut sich auf der Website gar nichts mehr, das "aktuellste", was dort zu erfahren ist, ist vom Herbst 2006.
Man sollte doch meinen, daß diese Diskussion auch im Internet mit den Vereinsfrauen geführt wird, so daß die Ideen zusammenfließen können und vielleicht neues Interesse, neuer Schwung sich aufbauen kann.   Es muß ja nicht ein ganzes Forum sein, aber eine Seite mit Vorschlägen und Gedanken von einzelnen Mitgliedern hätten schon öffentlich gemacht werden können. Allein, daß das nicht erfolgt, läßt den desolaten Zustand des Vereins ahnen.
 
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3. Die Schriftenreihe des Vereins
 
NuT e.V. gibt eine Schriftenreihe heraus, die sich u. a. auch mit der feministischen Wissenschaftskritik beschäftigt hat. Eine ausführliche Information über die einzelnen Ausgaben finden Sie auf der Webseite des Vereins.

Einige Themen habe ich für einen ersten Überblick ausgewählt:

Band 1:
Sarah Jansen:
Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen: Von der Forderung nach Gleichstellung zur feministischen Forschung.
Wiesbaden 1991

Band 2:
Dagmar Heymann (Hg.):
Elfenbisse. Feministische Naturwissenschaft.
Mössingen-Talheim: Talheimer, 1995


Band 5
Barbara Petersen, Bärbel Mauss (Hg.):
Feministische Naturwissenschaftsforschung: Science & Fiction
Mössingen-Talheim: Talheimer, 1998

Speziell die "Elfenbisse" waren mir ein gute Hilfe, mich über die Probleme und Sichtweisen von Frauen in Westen Deutschlands zu  Wissenschaft und Technik zu informieren.
Der neueste; bisher letzte Band, Band 11, ist im Jahr 2006 erschienen zum  Thema "Das Geschlecht der Biologie"
 
Der allgemeine Niedergang des Feminismus
Es zeigt sich an diesen Themen, daß der Verein in seinen Anfängen sehr "feministisch" orientiert war. Mit dem allgemeinen  Niedergang des Feminismus in Theorie und Politik (feministisches Denken ist "männliches" Denken in Frauenköpfen und hat daher bei den meisten Frauen nie Anklang gefunden) ist es logisch, daß der Verein entweder aus der alten, einseitig-feministischen Sicht herauskommen oder untergehen muß.  Er muß sich den heutigen Anforderungen an Frauen in der Wissenschaft stellen. Doch wie könnten die aussehen?
 
Ergänzung Dezember 2008
Dem neuen Rundbrief ist zu entnehmen, daß der jüngste Band der Schriftenreihe  demnächst erscheinen wird:

Band 12
Hrg.: Helene Götschel, Doris Niemeyer
"Naturwissenschaften und Gender in der Hochschule"
Er wird 20 Euro kosten und enthält Beiträge von acht Autorinnen.
Der Rundbrief zitiert aus dem Vorwort:
"Hochschule und Wissenschaft sind, wie alle gesellschaftlichen Institutionen und Bereiche, teifgreifend druch das (soziale) Geschlecht - oder Gender - strukturiert. Frauenforschung und Geschlechter- oder Genderforschung, also Forschung mit Reflexion auf Gender, untersuchen die Konstruktionen dieser Strukturen, vor allem die soziokulturellen Konstruktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit sowie ihres Verhältnisses zueinander.  Die Analysen verweisen meist  auf strukturelle Ungleichheitslagen, auf historisch und kulturell determinierte Herrschaftsformen, auf hierarchische Geschlechterverhältnisse in Hochschulen und Gesellschaft wie auch auf androzentristische Wissenschaftskonzepte. Diese Ungleichheitslagen reproduzieren sich zudem aufgrund der herrschenden Strukturen. Somit ist das Forschungsinteresse der Geschlechterforschung oft mit dem Impuls zu Veränderungen verbunden und hat gesellschaftlich, hochschulpolitisch und wissenschaftlich relevante Innovationen zur Folge."
"androzentrisch" - laut BDE* ist "Androzentrismus": "das Männliche, den Mann ins Zentrum des Denkens stellende Anschauung; rein männliche Weltsicht"

Hervorhebungen im Zitat von mir - B. K.
  * BDE - Brockhaus, Die Enzyklopädie, 20. Auflage, Band 27 (Wörterbuch, Band 1)
4.  Meine Gedanken zur Zukunft des Vereins
Vorgeschichte 2003
Nachdem  ich im Jahr 2003 Mitglied geworden war, hatte ich auch versucht, mich aktiv in die Vereinsarbeit einzubringen. In einem ersten Anlauf war ich angemeldet in die Geschäftsstelle  nach Berlin geeilt, um dort zu erleben, daß die anwesenden Frauen keine Zeit für mich hatten.  Meine Angebot, die Verbindungsfrau zum Deutschen Frauenrat zu werden, scheiterte an älteren Ansprüchen einer  Mit-Frau. Die Details sind unwichtig, nur soviel: ich hatte hierfür Zeit und Geld investiert, das dann vergeblich war.  
Weiteres Engagement  hätte auch finanzielle Aufwendungen gebracht, die mir mit Hartz IV nicht mehr möglich waren. Da ich auch den Mindestjahresbeitrag von 20 Euro  nicht aufbringen konnte (Ich glaube, so etwas ist für Außenstehende nicht vorstellbar, doch irgendwann reißt die Decke, die nach allen Seiten gezogen wird), wurde meine Mitgliedschaft auf "ruhend" gestellt.  Doch ich habe es die ganze Zeit bedauert, daß diese finanzelle  Situation es mir unmöglich machte, unbeschwert im Verein mitzuarbeiten.  Mit dem Rundbrief im Januar 2007 sah ich dann eine Möglichkeit, mich wenigstens geistig wieder einbringen zu können. Hier meine Gedanken für die Zukunft des Vereins:
 
Aus meiner Mail an den Verein (2007), die im nächsten Rundbrief abgedruckt wurde:
Das Problem, das hinter der gegenwärtigen Krise sichtbar wird, ist zum einen, daß Anfangsziele des Vereins heute auf anderen Ebenen realisiert werden  oder einfacher realisierbar sind. Zum anderen gibt es offenbar insgesamt eine Art "Vereinsmüdigkeit" junger Menschen.

Es könnte sein, daß in Zeiten des Internets andere Strukturen als der klassische Verein effektiver sind, gemeinsame Interessen zu realisieren und Gedanken auszutauschen.
So wäre aus meiner Sicht ein Internet-Forum des Vereins längst überfällig, in dem sich Frauen über ihre Probleme in Wissenschaft und Technik austauschen können. Dieses Forum verlangt eine  vorsichtig führende Moderation, die bei Streitfragen sachliche und gut fundierte Informationen einbringt oder beschafft, die gezielt Fragen in die Diskussion einbringt usw.
Die Erkenntnisse aus den Diskussionen (das halte ich  für besonders wichtig, denn viele Foren ermüden an ständigen Wiederholungen und langatmigen Diskussionen) müßten regelmäßig  zusammengefaßt werden und übersichtlich dargestellt werden. Den Foren-Teilnehmerinnen müßte deutlich werden, daß es um mehr geht als nur "Dampf ablassen" - daß ihre Meinungsäußerungen Basis werden für Aktivitäten des Vereins.
  
Den Mitgliedern des Vereins müßten Formen der Zusammenarbeit angeboten werden, die sozusagen von zu Hause aus und zu beliebiger Zeit Aktivitäten ermöglichen (Proteste, Forderungen an die Politik, Öffentlichkeitsarbeit in den Medien usw.)

Die Aufgabe, in den Medien stärker über Frauen in Naturwissenschaft und Technik zu informieren, halte ich für die allerwichtigste: das muß jedoch spannend, unterhaltend, neugierig-machend erfolgen.
Sorry, vieles, was Verein, Rundbrief und FiNuT-Kongresse bieten ist für potentielle Interessentinnen an Wissenschaft und Technik einfach zu langweilig!
 
 
Es gibt noch ein Grundsatzproblem, das öffentlich gemacht werden muß und daß leider schon im Namen des Vereins erkennbar ist - er ist nur für "Naturwissenschaft" zuständig.  Das war einmal ein wunderbarer Schachzug: erst die Teilung von Religion und Wissenschaft (aus erkenntnistheoretischer Sicht typisch männlich, typisch unweiblich), dann die Teilung der Wissenschaftsgebiete.
Diese Teilung der Wissenschaft in Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft zu überwinden, ist eine grundsätzliche Voraussetzung, die gegenwärtige Stagnation der Wissenschaften zu überwinden. Diese Initiative kann (und muß wahrscheinlich) von Frauen ausgehen.  
Zu diesem Problem  hat die "Koryphäe" in ihrer Ausgabe Nr. 45 (Mai 2009) einen Beitrag von mir veröffentlicht - nachzulesen hier in Zukunft
 
Die heute und zukünftig wichtigste Aufgabe der Frauen in Wissenschaft und Technik  heißt: politische Einmischung!
Ich kann es auch anders sagen: die philosophische Durchdringung und ethische Hinterfragung der Naturwissenschaften und der Technik ist das objektive Hauptproblem der Wissenschaft heute - es verlangt nach neuen Anstrengungen, dem Mißbrauch zu begegnen und Wissenschaft und Technik mit humanen Zielen zu verknüpfen.

Deshalb wäre eine  stärkere politische Einmischung* in wissenschaftspolitische Grundfragen aus meiner Sicht das Hauptbetätigungsfeld für NUT!

Ich erinnere noch einmal daran, daß die Hälfte der Forschungskapazität heute immer noch in die Rüstung gesteckt wird und die gegenwärtigen Ausgaben für Militärtechnik in der Lage wären, innnerhalb von weniger als 10 Jahren alle ökonomischen Probleme der Menschheit (Kindersterblichkeit,  Trinkwasserprobleme, Bildungsnotstand, Arbeitslosigkeit usw. ) und einen großen Teil der wachsenden Umweltprobleme zu lösen!
  * "Politische Einmischung" - das bedeutet:
1. die gemeinsamen Interessen der Frauen IN und AUSSERHALB der Wissenschaft an einer friedlichen Nutzung von Wissenschaft und Technik vertreten
2. Einfluß auf Wissenschaftspolitik nehmen: z. B. öffentlich machen, welche Projekte gefördert werden und welche nicht
3. Frauen unterstützen, die sich einer Arbeit verweigern, die Wissenschaft und Technik mißbraucht
 
Ergänzung aus einer Nachtrags-Mail
Ergänzung zu 1., die  gemeinsamen Interessen von Frauen in und außerhalb der Wissenschaft zu vertreten:

Wie ich ja immer wieder erlebe, ist den meisten Frauen vieles, was mit Wissenschaft und Technik zu tun hat, egal bis unangenehm.  Das Unangenehme ist vor allem die Drohung (diese Drohung / Bedrohung muß ich wohl nicht ausführlich begründen?), die von beiden ausgeht. Doch die meisten müssen passiv mit dieser  Angst leben: Angst vor dem, was aus dem Wissenschafts- und Technikwahn einiger Männer noch an Gefahren für die Erde und die Menschheit erwächst. Dieser Gefahr stellt sich die Politik zu wenig entgegen.  Ich denke, daß  viele verantwortungsvolle Wissenschaftlerinnen und Technikerinnen   daran ein großes Interesse haben, sich aber oft allein fühlen und nicht wissen, wie sie etwas  Wirksames tun können. Sicher würden sich viele gern  öffentlich - und im Namen der Frauen (und Männer), die selbst nicht wirklich etwas tun können, schon gar nicht allein -  gegen diese Bedrohung  engagieren. Dafür brauchen sie eine Plattform, eine Struktur, ein Gremium, das ihre Aktivitäten bündelt und öffentlich macht. Das könnte  NUT sein, denke ich.

Randbemerkung: Ich arbeite gerade zwei Essaybände von Heide Göttner-Abendroth durch, in denen sie allgemein zur Überwindung patriarchaler Strukturen den Gedanken äußert, daß die Frauen  den Männern helfen müssen, ihre  "Vertierung", ihre  "Verwilderung"  zu überwinden.  Ich denke, dieser Gedanke ist sehr gut auch auf Wissenschaft und Technik übertragbar.  In diesen Büchern  finden sich übrigens auch sehr kluge Gedanken zum weiblich-matriarchalen Wissenschaftsverständnis, die ebenfalls verdienten, öffentlich (z. B. in  einen solchen Internetforum) diskutiert zu werden.
Eine zweite Ergänzung habe ich noch zu dem Thema,  daß  es Frauen und Männern ziemlich egal ist, daß sich so wenig Frauen und Mädchen für Wissenschaft und Technik interessieren. Das Problem, daß diese einseitig-männlich geprägt sind, zu wenig das "weibliche Denken" einbeziehen, ist nach wie vor ungelöst. Auch das wäre eine mögliche zukünftige Aufgabe des Vereins, öffentlich für  Frauen sichtbar und dem  "weiblichen Denken" angepaßter über Wissenschaft und Technik und deren Zukunft nachzudenken. Dies könnte  z. B. statt in einem Rundbrief für Vereinsmitglieder in einer Zeitschrift für Frauen, die sich für Wissenschaft und Technik interessieren, realisiert werden.
Vielleicht könnt Ihr ja zusätzlich zum Rundbrief auch auf Eurer Webseite einige Vorstellungen über die Zukunft des Vereins zur Diskussion stellen? Meist bekommt man ja durch die Gedanken anderer erst selbst wieder neue Ideen.  
 
5. NuT e. V.  2008 - es geht weiter
Rundbrief Dezember 2008
Der Rundbrief  vom Dezember 2008 berichtet über folgende Schwerpunkte:
Zukunft von NuT  e. V.
Fortsetzung der Schriftenreihe
Archivierung der NuT-Materialien
FiNuT-Kongreß 2009 in Trier (siehe die Seite FiNuT)

Zur Zukunft von  NuT  wurden drei Varianten diskutiert zwischen  Auflösen ("in Würde sterben") und Wiederbeleben. Die vorläufige Entscheidung ist, mit zurückgeschraubten Ansprüchen weiter zu machen, mit dem "dib" (dem Deutschen Ingenieurinnenbund) zusammenzuarbeiten,  vor allem auch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenrat fortzusetzen,   vor allem auf dem FiNuT-Kongreß 2009 weiter an  der Aktivierung zu arbeiten.

Für den nächsten Band der Schriftenreihe gibt es die   Idee
"Alternative Karrieren auf der Basis eines naturwissenschaftlichen Studiums"
aufzschreiben. Dazu heißt es u. a.:
 
Die Fortsetzung der Schriftenreihe
"Der größte Teil der Frauen, die ein naturwissenschaftliches bzw. ingenieur-technisches Studium aufnehmen, ist zehn Jahre nach Studienabschluss nicht mehr in diesem Fach tätig. Welchen Beruf üben sie also aus? Das Buch soll hier Alternativen aufzeigen und den Mut bzw. die Kompetenz zum Alternativen-finden erhöhen."
Ich verweise hierzu auf die Seite AKC auf der ich schon im Jahr 2007 diesen Umstand thematisierte.
Archivierung der bisherigen Materialien
Auch das ist eine ganz wichtige Aufgabe. Was wissen wir, was künftige HistorikerInnen und WissenschaftlerInnen aus diesem Material aus der zeitlichen Distanz   und der Übersicht über größere Zeitabschnitte heraus erkennen können? Vielleicht heißt es eines Tage, daß selbst in den sich als "modern" gebärdenden europäischen Ländern nach dem Zweiten Weltkrieg die Unterdrückung  und Ausgrenzung der Frauen noch genauso effektiv wie früher, nur mit neuen Methoden funktionierte? Vielleicht sind die gegenwärtigen Mühen, den Verein zu retten, ja in der Zukunft eines der Beispiele dafür, daß Frauen sich auch unter schwierigen bis schwierigsten Umständen nicht davon abbringen lassen, eine einmal als gut erkannte Sache fortzusetzen? Vielleicht ziehen kleine Mädchen  der Zukunft aus diesen Geschichten über heutige Probleme ihre Kraft und ihre Ausdauer, sich selbst nicht von den kleinen Widrigkeiten des Alltags von ihrem Weg abbringen zu lassen - einfach, weil sie sich schämen würden angesichts der vielen Frauen vor ihnen, die unter viel größeren Schwierigkeiten nicht aufgebeben haben?

Wichtig erscheint mir jedoch heute vor allem, daß das Archiv des Berliner Technikmuseums ( www.dtmb.de) bereit ist, ein neues Sammelgebiet "Frauen in Naturwissenschaft und Technik" anzulegen.
 
Der Deutsche Frauenrat Der Deutsche Frauenrat hat auf seiner letzten Mitgliederversammlung im November 2008 die Resolution "Ohne Frauen fehlt der Technik was" verabschiedet.  Ich plane, diese Resolution im Volltext hier zu veröffentlichen  
Eine "weibliche" Physik  / Physikerinnen / Frauen in W. u. T. / NuT e.V.